Mit dem verdienten 2:0 gegen die WSG Tirol ist Aufsteiger SV Ried endlich der erste Heimsieg in der neuen Bundesligasaison gelungen. Für Trainer Maximilian Senft "ein Meilenstein". Er freute sich auf die richtige Reaktion nach davor nur einem Punkt aus drei Spielen. "Wir haben in einer ganz schwierigen Phase unsere Kernidee voll und ganz auf den Platz bekommen. Die Mannschaft hat hoch und mutig verteidigt, eine spielstarke WSG gar nicht atmen lassen", resümierte Senft im Sky-Interview.
Drei Siege und elf Punkte aus neun Spielen bedeuten Rang sieben für die Rieder, die aktuell damit weiter die Nummer eins in Oberösterreich sind. Senft stuft das als "soliden Saisonstart" ein.
WSG mit schonungsloser Selbstkritik
Einen starken Start ins Spieljahr hatte auch die WSG Tirol mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in den ersten vier Runden. In den jüngsten vier Runden wurde dagegen nur ein Zähler geholt. "Wir müssen uns ankreiden, dass wir das, was wir uns vorgenommen haben, in keiner Phase auf den Platz gebracht haben. So etwas passiert, wenn du eine junge Truppe hast. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und dann klügere Entscheidungen auch unter Stress treffen", erklärte Trainer Philipp Semlic, dessen Mannschaft mit dem 0:2 noch gut bedient war.
Schonungslos kritisch gingen die Spieler selbst mit ihrer Leistung um. "Das war die schlechteste Saisonleistung. Das reicht nicht für die Bundesliga", meinte Thomas Sabitzer. "Das war von der ersten bis zur letzten Minute viel zu wenig, die Leistung war richtig enttäuschend. Wir müssen uns bewusst sein, dass der gute Saisonstart Geschichte ist, dass wir wieder zu unseren Tugenden zurückfinden müssen, sonst wird es schwierig in den nächsten Wochen", sagte Kapitän Valentino Müller.