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"Mit Überzeugung, egal, wie der Gegner heißt": Engers startet mit Watzlawik-Nachfolger Feit

kicker

An dieses Bild müssen sich die Zuschauer von Partien des FV Engers erst einmal gewöhnen: Beim Klub aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sitzt fortan nicht mehr Sascha Watzlawik auf der Trainerbank. Der langjährige Coach beendete seine Tätigkeit nach 13 Spielzeiten - sein Nachfolger Julian Feit bat in der Vorwoche zum Trainingsauftakt. Nach den ersten Eindrücken ist der 31-Jährige voll des Lobes über die Arbeit seines Vorgängers: "Der Wohlfühlfaktor war vom ersten Tag an da, was zu großen Stücken Saschas Verdienst ist. Wir verspüren eine große Dankbarkeit, dass wir uns in dieser Struktur, in diesem Mannschaftsgefüge einfinden können."

Neben ihm sind auch Martin Weber sowie Daniel Debus neu im Trainerstab; beide waren zuletzt ebenfalls für den Ahrweiler BC tätig. Vor seinem Engagement beim Rheinlandligisten sammelte Feit, der in der Jugend für die TuS Koblenz auflief, Regionalliga-Erfahrung als Co-Trainer bei Rot-Weiß Koblenz. Weiter zum Trainerteam zählen Dieter Paucken (Torhüter), Noel Schlesiger, Sören Klappert sowie René Eberz.

"Unser Saisonziel mache ich nicht an Tabellenplätzen fest. Wir wollen als Gruppe maximalen Spaß haben. Und alles, was wir mit Spaß machen, wird uns irgendwann zu Höchstleistungen treiben", so der FVE-Coach. Ferner sollen Beobachter immer erkennen, wie Engers spielt: "Mit Überzeugung, egal, wie der Gegner heißt."

In Koblenz gegen Eintracht Frankfurt

Kaum größer könnte die Herausforderung in einigen Wochen sein. Am 17. August trifft der Underdog in der 1. Runde des DFB-Pokals auf Eintracht Frankfurt. Für die Partie gegen den Bundesligisten weicht der Gastgeber ins Koblenzer Stadion Oberwerth aus. "Ein echter Leckerbissen" sei das Duell, sagt Vadim Semchuk. Der Verteidiger trug mit seinem Führungstreffer maßgeblich zum Sieg gegen Rot-Weiß Koblenz im Finale des Rheinlandpokals bei. Dank des 2:0-Erfolgs am 24. Mai qualifizierte sich der Oberligist für den DFB-Pokal. Entsprechend groß war der Jubel, als ihm mit Eintracht Frankfurt später ein großer Name zugelost wurde. "Würdigen Widerstand" wolle das Team gegen den Europa-League-Sieger des Jahres 2022 bieten, erklärt Semchuk, der voller Ehrgeiz auf die neue Saison blickt: "Wir wachsen als Team, wir haben viele junge Spieler und einen neuen Trainer."

Dieser kehrt in jene Klasse zurück, in die er 2018 schon den TSV Emmelshausen geführt hatte. Im Alter von 21 Jahren wurde Feit dort Spielertrainer, zwei Jahre später glückte der Aufstieg. Bei seinem neuen Klub konnte er nun mit Nils Wambach (SG Andernach), Paul Bermel (Ahrweiler BC), Tim Weiler (Sportfreunde Eisbachtal) sowie Ayman Ed-Daoudi (FC Cosmos Koblenz) vier Neuzugänge begrüßen. "Die eine oder andere Option werden wir uns noch anschauen", so der gebürtige Koblenzer. "Es wären aber nur noch minimale Verschiebungen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Team." Den Verein verlassen haben dagegen Mike Borger (SG Andernach), Justin Klein (FC Berdenia Berburg), Enrico Rößler (FC Emmelshausen-Karbach), Jannik Stoffels (VfB Linz), Stanley Precker und Jeremy Mekoma (beide Ziel unbekannt).

Der Vorjahressiebte testet unter anderem gegen Regionalligist FSV Mainz 05 II (5. Juli) sowie Hessenligist FC Eddersheim (26. Juli). Natürlich wirft das große Spiel gegen die Frankfurter Eintracht längst seine Schatten voraus - und könnte zudem als zusätzliche Motivation für den Rheinlandpokal dienen. "Mit diesem Erlebnis vor der Brust weiß man, wofür man in den ersten Runden Gas geben muss", erklärt Feit.