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Muslic signalisiert Becker-Rückkehr - und nennt Details zu Lasmes Verletzung

kicker

Dass für Schalke 04 am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) das finale Heimspiel dieses Jahres ansteht, betrachtet Miron Muslic zumindest mit Blick auf die tabellarische Situation eher nüchtern. "Wir befinden uns mitten in der Saison, in der wir einen Weg hinter uns und gemeinsam etwas erreicht haben", sagt er. Die Heimstärke ist sicher mit ein Grund für die Tabellenlage. "Aber es gibt einige Ziele, die wir noch erreichen wollen."

Sieg reicht für die vorzeitige Herbstmeisterschaft

Herbstmeister werden, zum Beispiel. Mit einem Sieg am Sonntag wäre sie definitiv vorzeitig eingetütet. Der Gedanke an Platz 1 während der Weihnachtszeit scheint in Muslic aber weiterhin kein Gefühl der Euphorie hervorzurufen.

Angesprochen auf die mögliche Herbstmeisterschaft umschiffte er diesen Begriff auf der Pressekonferenz am Freitag lieber. "Drei Punkte gegen Nürnberg würden uns viel bedeuten, denn sie wären eine weitere Bestätigung für unsere harte Arbeit", sagte Muslic. "Ob Mitte Dezember ein solcher Titel dabei herauskommt, ist uns komplett egal. Wir wollen die drei Punkte."

Trainer und Mannschaft fühlen sich gewappnet für das Duell gegen die Freunde vom Club. Die Schalker, die zum 150-jährigen Jubiläum der Stadt Gelsenkirchen in einem grünen Sondertrikot auflaufen, haben Nürnbergs "klare Verhaltensweisen in ihrem 4-3-3 genau analysiert", sagt Muslic.

Nicht zufrieden mit der Defensive

Der Trainer erhofft sich eine stabilere defensive Leistung als zuletzt in Düsseldorf. Schalke gewann die Partie zwar mit 2:0 - von den vergangenen vier Spielen war es das dritte ohne Gegentor -, doch Muslic hat die Abwehrarbeit des eigenen Teams nicht genug beeindruckt. Dies sei im Verlauf der Woche "Thema bei uns" gewesen.

Personell sind wegen dieser Angelegenheit freilich keine Konsequenzen zu erwarten (Schalke verfügt über die mit Abstand sicherste Defensive der Liga), wohl aber verkündete Muslic am Freitag eine überraschende Entwicklung: Timo Becker, der nach seinem Innenbandriss im Knie seit rund einer Woche wieder "ohne Handbremse" am Mannschaftstraining teilnehmen kann, ist unter Umständen ein Kandidat für den Spieltagskader.

"Wir lassen uns das offen", sagte Muslic, der einen Startelfeinsatz aber ausschließt. "Er ist rund drei Monate ausgefallen", betonte der Trainer, man würde Becker mit einem Platz in der Anfangsformation "keinen Gefallen tun". Not besteht schließlich auch nicht: Mertcan Ayhan ist ein konstant-verlässlicher Ersatz für die rechte Abwehrseite. Ursprünglich war der Plan, dass Becker nach dem Jahreswechsel wieder herangeführt wird.

"Offen lassen" will sich Muslic auch ein Einsatz von Ron Schallenberg, der gegen Düsseldorf wegen einer Oberschenkelzerrung ausgefallen war, jetzt aber wieder "einen guten Eindruck" macht. Alternativ steht dem ausgewiesenen Nachwuchsförderer Muslic abermals Paul Pöpperl für das defensive Mittelfeld zur Verfügung.

Kenan Karaman, der in Düsseldorf vorsichtshalber zur Pause ausgewechselt wurde, ist gegen Nürnberg in der Startelf zu erwarten. "Er hat in den vergangenen Tagen alles mitgemacht", sagte Muslic über den Kapitän. "Wir sind uns ziemlich sicher, dass er am Sonntag spielen wird."

"Unglücklicher geht es nicht": Muslic über Lasme-Verletzung

Details nannte Muslic zudem zu der Ursache der Verletzung von Bryan Lasme (Innenband): "Er ist beim Aufwärmen ausgerutscht, unglücklicher geht es nicht", verriet der Coach. "Das tut uns unglaublich Leid für Bryan, der im ganzen Verein und bei den Fans sehr beliebt ist und gute Fortschritte in den vergangenen Wochen gemacht hat."

Die Nicht-Nominierung von Moussa Sylla für den Afrika-Cup wird den malischen Nationalspieler derweil in seiner Leistung nicht beeinträchtigen, davon ist Muslic überzeugt: "Natürlich ist er enttäuscht, dass er nicht nominiert wurde, aber er geht damit höchst professionell und klar um - genau so, wie ich ihn in den vergangenen Monaten erlebt habe."