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Münster glaubt ans Eigengewächs: Korte verlängert und wird nach Gütersloh verliehen

kicker

Als Jakob Korte sich am 22. November 2024 mit seinem SC Preußen Münster dem 1. FC Köln knapp mit 0:1 geschlagen geben musste, ahnte das Eigengewächs wohl nicht, dass das für lange Zeit sein letzter Zweitliga-Einsatz für die Adlerträger gewesen sein sollte. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Im vergangenen Winter verlieh Münster den heute 22-jährigen Mittelfeldspieler für ein Halbjahr an den VfB Lübeck, für den er in der Regionalliga Nord bei immerhin zehn Einsätzen eine große Portion Spielpraxis sammelte.

Das Ansinnen, ab Juli in seiner Geburtsstadt und in der 2. Bundesliga richtig durchzustarten, durchkreuzte eine Schambein-Entzündung. Kortes Bilanz in der bisherigen Saison: vier Einsätze in der Oberliga-Reserve. Doch der SC Preußen hat das Eigengewächs, das 2016 von Borussia Münster in den SCP-Nachwuchs wechselte, noch lange nicht abgeschrieben. Am Mittwoch verkündete der Zweitligist die Vertragsverlängerung, verbunden mit einem Abschied auf Zeit: Korte wird die restliche Saison in der Regionalliga West für den FC Gütersloh auflaufen.

"Professionell und ehrgeizig"

"Er ist sehr professionell und verfolgt ehrgeizig seine Ziele. Dabei bringt er sich auf und neben dem Trainingsplatz sehr gut in unsere Gruppe ein", lobt Sportdirektor Jan Uphues und begründet das Leihgeschäft mit Gütersloh: "Für seine persönliche Entwicklung ist Spielzeit auf höchstmöglichem Wettbewerbsniveau sehr wichtig. Da wir Jakob diese Einsätze aktuell nicht in ausreichendem Maße bieten können, haben wir uns gemeinsam mit ihm auf eine Leihe bis zum Saisonende verständigt."

Korte sieht es ähnlich: "Am Ende ist Spielpraxis das Wichtigste für mich, um wieder Wettkampfhärte auf hohem Niveau zu bekommen." Gleichzeitig verrät der Mittelfeldspieler in Bezug auf seine jüngste Verletzungshistorie: "Das waren keine einfachen Monate." Dass sein Heimatverein ihn dennoch für die Zukunft auf dem Zettel hat, erfüllt Korte mit Dankbarkeit: "Ich denke, dass dies auch eine Wertschätzung der harten Arbeit ist, die ich sowohl in der verletzungsbedingten Pause als auch zuletzt auf dem Platz investiert habe."

In Gütersloh ist der Blickwinkel erwartungsgemäß ein anderer, die Vorfreude auf gemeinsame Monate steht im Vordergrund: "Jakob ist ein technisch sehr guter Spieler, der wenige Bälle verliert. Er ist vor allem auf der Sechser- und Achterposition zu Hause", erklärt Trainer Julian Hesse.