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Nachnominierter Atubolu verschlief DFB-Anruf

kicker

Vor rund einem Monat hatte Julian Nagelsmann bereits davon gesprochen, dass es nur "eine Frage der Zeit" sei, wann Noah Atubolu "in unseren Kreis rückt". Am Montag war es nach ein paar Anlaufschwierigkeiten schließlich so weit.

Der Stammtorwart des SC Freiburg, bei den September-Länderspielen nur mit dem Status "auf Abruf" versehen, hatte trotz weitgehend stabiler Leistungen seitdem zunächst erneut nicht im DFB-Kader für die anstehenden WM-Qualifikationspartien gegen Luxemburg und in Nordirland gestanden. Doch weil Oliver Baumann, Nagelsmanns derzeitige Nummer 1, am Montag über Übelkeit klagte, nominierte Nagelsmann Atubolu nach - der die Einladung aber erst einmal glatt verschlief.

"Wir sind Sonntagnacht nach dem Spiel in Mönchengladbach sehr spät nach Hause gekommen und ich habe nach dem Vormittagstraining einen Mittagsschlaf gemacht - nach dem Aufwachen waren mehrere verpasste Anrufe von Bundestorwarttrainer Andreas Kronenberg und SC-Torwarttrainer Michael Müller auf dem Handy", berichtete der 23-Jährige auf der Klubwebsite der Freiburger, die in Gladbach nicht über ein 0:0 hinausgekommen waren. "Die haben gesagt, der Fahrer sei gleich da und ich muss los."

Atubolu will "alles aufsaugen"

Nun geht sein schon länger gehegter Traum in Erfüllung. "Ich fahre mit der Erwartung zur Nationalmannschaft, alles aufzusaugen und lernen zu können", kündigte er an. "Es ist mir eine Riesenehre, im Kader der deutschen Nationalmannschaft zu stehen." Weil Baumann womöglich erst einmal nicht mitwirken kann, ist Atubolu, der am späten Montagabend in Herzogenaurach eintraf, vor allem auf dem Trainingsplatz gefragt.

Der 1,91 Meter große gebürtige Freiburger war im Sommer mit der deutschen U-21-Auswahl in der Slowakei Vize-Europameister geworden. In der noch jungen Bundesliga-Saison belegt er mit einem kicker-Notenschnitt von 2,83 den siebten Platz unter den Torhütern, eingerahmt von den ebenfalls nominierten Alexander Nübel (2,75) und Finn Dahmen (2,92). Baumann (3,17) ist nach sechs Spieltagen Elfter. Nebenbei stellte Atubolu mit fünf gehaltenen Elfmetern in Serie einen neuen Bundesliga-Rekord auf.