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Neustart am Hünting: Lewejohann soll in Bocholt wieder "das Feuer entfachen"

kicker

Beim 1. FC Bocholt, der vor Saisonbeginn in der Regionalliga West als einer der heißesten Aufstiegsaspiranten gehandelt worden war, soll der neue Trainer René Lewejohann die sportliche Schieflage begradigen und so bald wie möglich die Wende herbeiführen. Viel Arbeit wartet auf den 41-Jährigen, der ab sofort das Training am Hünting leitet.

Der ehemalige Stürmer, der während seiner Laufbahn unter anderem auch auf sieben Zweitliga-Einsätze für LR (heute Rot Weiss) Ahlen zurückblicken kann, übernimmt die Westmünsterländer mit 22 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Vor der Winterpause setzte es gleich vier Niederlagen in Folge für den Vizemeister von 2024.

Sportgeschäftsführer Christopher Schorch, der zuletzt auch als Teamchef am Hünting tätig war, hatte den Transfer über die Weihnachtsfeiertage eingefädelt. "Schorchi rief mich an und hatte mir seine Vorstellungen mitgeteilt", sagt Lewejohann. "Er weiß, was er will. Das sind für mich gute Voraussetzungen, um erfolgreich zu arbeiten."

„René ist ein junger, dynamischer Trainer mit einer guten Ausstrahlung, der das Feuer in der Mannschaft definitiv entfachen und die Fans mitreißen kann.“ (Sportgeschäftsführer Christopher Schorch)

Nicht ganz so erfolgreich verlief die letzte Trainerstation für Lewejohann beim ehemaligen Zweitligisten in Ahlen. Im Oktober heuerte er beim kriselnden Klub in der Oberliga Westfalen an, konnte die sportliche Talfahrt mit acht Spielen ohne Sieg jedoch nicht stoppen.

Dennoch ist Schorch offenbar zu 100 Prozent vom gebürtigen Herner überzeugt und stattete Lewejohann nach Vereinsangaben mit einem "langfristigen Vertrag" aus. "Ich hatte René bereits früher für den Cheftrainer-Posten auf dem Schirm. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt geklappt hat. René ist ein junger, dynamischer Trainer mit einer guten Ausstrahlung, der das Feuer in der Mannschaft definitiv entfachen und die Fans mitreißen kann."

Publikumsliebling in Uerdingen

Für den 41-jährigen A-Lizenzinhaber Lewejohann ist die Regionalliga West kein Neuland. In der Saison 2024/2025 übernahm er beim KFC Uerdingen 05 sehr kurzfristig den Trainerposten von Michél Dinzey, gewann beim ehemaligen Bundesligisten durch seine offene Art und sein großes Engagement schnell die Herzen der Fans.

Nach der insolvenzbedingten Einstellung des Spielbetriebs trennten sich jedoch die Wege. "Ich habe mir danach auch einige Spiele am Bocholter Hünting angeschaut, kenne die Top-Atmosphäre auch noch aus meiner Zeit als KFC-Trainer. Von daher weiß ich, was mich erwartet", ist Lewejohann die Vorfreude auf den neuen Job deutlich anzumerken.

"In erster Linie geht es darum, die Defensive zu stabilisieren", verweist der neue Coach auf die 33 Gegentore, die das Team in 18 Spielen hinnehmen musste. "Der Kader ist qualitativ gut aufgestellt und der Verein verfolgt ambitionierte Ziele. Ich möchte meine Emotionalität auf die Mannschaft übertragen, damit die Fans und das Team zu einer Einheit werden. Ich will anpacken, kann das erste Heimspiel kaum erwarten."

Zu- und Abgänge nicht ausgeschlossen

Mit welchem Personal Lewejohann die Aufgabe am 24. Januar gegen den formstarken FC Gütersloh am heimischen Hünting angehen wird, lässt er bewusst offen. "Während der Vorbereitung wird der Kader genau durchleuchtet und wir schauen, ob noch Handlungsbedarf besteht und wo wir den Hebel ansetzen müssen", schließt der neue Trainer mögliche Zu- und Abgänge nicht aus.

Mit Torhüter Paul Grave (24/Meniskusriss), dem defensiven Mittelfeldspieler Maximilian Jansen (32/Knieprobleme) und Außenbahnspieler Aaron Bayakala (20/Muskelfaserriss) steigen zumindest drei Spieler wieder in das Mannschaftstraining ein, die zuletzt verletzungsbedingt lange Zeit pausieren mussten. Angreifer Thomas Gösweiner (30/Achillessehnenriss) und Mittelfeldspieler Isaak Akritidis (23/Meniskusschaden) werden behutsam aufgebaut und voraussichtlich im März zurückerwartet. "Wir werden bei den Jungs nichts überstürzen, haben dann noch zwei interne Neuzugänge", wie es Lewejohann formuliert.