12. Stefanos Kapino - FC Winterthur - 56,9 %
Obschon Stefanos Kapino ligaweit am meisten Schüsse pariert hat, steht der Goalie des FC Winterthur am Ende dieser Rangliste. Daran ist in Teilen natürlich auch die Abwehr der Winterthurer schuld. Kein Verein in der Liga lässt so viele zu erwartende Gegentore wie der FC Winterthur zu. Gemäss dem Statistikportal footmob.com sind es 21.5 zu erwartende Gegentore, doch Kapino musste schon 28 Mal hinter sich greifen. Das spricht auch nicht zwingend für den Torhüter.
In der letzten Partie von Uli Forte - der 0:3-Niederlage in Basel - konnte sich der Schlussmann aber einige Male auszeichnen. Der schlechte Wert des Griechen ist also schwer zu interpretieren. Zum einen wird der Torhüter oftmals von der inferioren Abwehr im Stich gelassen, zum anderen rettet er den Eulachstädtern aber auch noch keine Punkte.
11. Yanick Brecher - FC Zürich - 57,9 %
Der Schlussmann des FC Zürich musste schon 16 Gegentreffer hinnehmen. Da sich Yanick Brecher erst mit 38 Schüssen konfrontiert sah, das ist der zweitgeringste Wert aller Torhüter, die alle Partien absolviert haben, steht er in diesem Ranking weit hinten. Auffällig schwach agierte Brecher aber selten. Einmal gegen den FC Sion kam es in der Schlussphase zu einem Missverständnis mit seiner Abwehr, was zu einem Gegentor führte. Es wäre also nicht richtig, die Schuld für die schlechte Paradenquote nur an Brecher festzumachen. Dennoch spielt der langjährige Schlüsselspieler des FC Zürich wohl noch nicht seine beste Saison.
10. Marvin Keller - BSC Young Boys - 63,8 %
Marvin Keller kann sich in dieser Saison auch noch nicht durchgehend auszeichnen. Spiele, wie jenes in Lausanne, schaden der Paradenquote von Keller natürlich erheblich. Von zehn Schüssen auf das Tor musste der Torhüter die Hälfte passieren lassen. Doch auch, wenn die Klatsche in Lausanne aus dem Ranking ausgeklammert würde, stünde Keller gerade einmal an sechster Stelle. Das dürfte nicht Kellers eigener Anspruch sein. Der junge Schweizer ist ein grosses Torhütertalent, das nach dieser Saison wohl den Transfer ins Ausland anstreben dürfte. Dafür braucht es künftig bessere Leistungen des Berner Defensivverbunds, denn diese macht dem 23-Jährigen derzeit noch keinen Gefallen. Nach erwarteten Gegentreffern performt Marvin Keller derzeit nur knapp drei Tore unter.
9. Pascal Loretz - FC Luzern - 65,9 %
Der FC Luzern zeigt wechselhafte Leistungen in der Startphase dieser Saison. Das schlägt sich auch in der Paradenquote von Pascal Loretz nieder. Der Innerschweizer steht derzeit in seiner dritten Saison als Stammgoalie beim FC Luzern. Vor allem in den Heimspielen läuft es dem FCL noch nicht so wie gewünscht. Seit dem 13. April warten die Leuchtenstädter auf einen Dreier in der swissporarena. Es überrascht daher auch nicht, dass Luzern zwei Drittel der Gegentreffer zu Hause kassiert hat.
8. Anthony Racioppi - FC Sion - 66,7 %
Auf diese Saison hin wurde Anthony Racioppi die Nummer eins beim FC Sion. Er ist damit der Nachfolger von Timothy Fayulu. Von der Paradenquote übertrifft Racioppi seinen Vorgänger bislang marginal. Fayulu kam über die gesamte letzte Saison hinweg auf 66,4 Prozent. Damit konnten sich die Sittener im Kasten leicht steigern, doch grösser fällt diese Steigerung auf dem Feld aus. Der FC Sion steht mit 15 Punkten auf dem vierten Tabellenrang. Damit übertreffen die Walliser ihre Erwartungen. Obschon in vielen Partien der FCS statistisch eher die schwächere Mannschaft ist, entführen die Sittener immer wieder Punkte - auch das ist eine nicht zu unterschätzende Qualität.
6. Niklas Steffen - FC Thun - 67,5 %
Der FC Thun fliegt bislang. Dafür braucht es auch einen soliden Rückhalt, doch übermenschliche Leistungen waren im Kasten der Thuner dafür nicht notwendig. Das spricht umso mehr für die Qualitäten des Spiels der Berner Oberländer. Die Thuner führen auch nach neun Spieltagen die Super League an und mussten nur gegen den FC Basel und die Berner Young Boys eine Niederlage einstecken. Sieben der 13 Gegentreffer resultierten aus diesen beiden Spielen. Das zeigt eindrücklich, wie sattelfest der FC Thun normalerweise auftritt. Daran hat auch Steffen seinen Anteil.
6. Justin Hammel - Grasshopper Club Zürich - 67,5 %
Seit Jahren ist Justin Hammel der sichere Rückhalt des Grasshopper Clubs Zürich. In dieser Saison fällt auf, wie wenig Schüsse überhaupt auf den Kasten der Grasshoppers fliegen. Mit insgesamt 40 Schüssen aufs Tor, haben die Grasshoppers am drittwenigsten Versuche zugelassen. Gepaart mit einer akzeptablen Fangquote von Justin Hammel führt das zu einer soliden Abwehrleistung. Das war auch schon in der Vorsaison der Fall. Die Problemzone beim Rekordmeister war die Offensive. Hier kann unter Gerald Scheiblehner ein Fortschritt verzeichnet werden. Durchschnittlich erzielen die Grasshoppers rund 0,4 Tore mehr pro Spiel als noch in der letzten Saison.
5. Karlo Letica - FC Lausanne-Sport - 70,2 %
In der Liga ist der FC Lausanne-Sport nicht so grandios aus den Startlöchern gekommen wie auf internationalem Parkett. An Karlo Letica ist diese Schwäche nicht unbedingt festzumachen. Nach Stefanos Kapino ist der Kroate im Kasten der Lausanner der meistbeschäftigte Goalie der Liga. Dafür sind seine 14 Gegentreffer ein respektabler Wert. Auch auf internationaler Bühne kann Letica bislang überzeugen. So hielt der grossgewachsene Schlussmann in Istanbul gegen Besiktas und beim Auftakt in die Ligaphase gegen den isländischen Vertreter Breidablik seinen Kasten rein.
4. Joel Mall - Servette Genf - 71,8 %
Lange war der Posten im Tor der Genfer umstritten. Der neue Trainer Jocelyn Gourvennec hat sich dann auf Joel Mall als Nummer eins festgelegt. Der zypriotische Nationaltorhüter kann mit seiner Paradenquote überzeugen. Die 71,8 Prozent reichen zu einem Platz im vorderen Mittelfeld. Das spiegelt sich aber nicht in der Tabelle wieder. Servette hängt im Tabellenkeller fest. Dafür sind aber vornehmlich Unzulänglichkeiten im Angriff verantwortlich. Die Chancenauswertung der Grenats war zuletzt miserabel. Gegen den FC Thun wurden in der zweiten Halbzeit gleich mehrere Torchancen ausgelassen, die zwingend zum Erfolg führen müssen. Solange diese Baisse im Angriff anhält, wird es schwer, die Tabellensituation zu verbessern.
3. Marwin Hitz - FC Basel - 75 %
Der Torhüter des FC Basel ist auch in der laufenden Saison ein toller Rückhalt. Marwin Hitz glänzt neben seinem Fabelauftritt in der Europa League gegen den VfB Stuttgart auch in der Liga. Mit zehn Gegentreffern stellt der FCB die zweitbeste Abwehr der Liga. Hitz hat seinen letzten Gegentreffer vor vier Partien kassiert. Gegen den FC Luzern sah der Basler beim Schuss ins nahe Eck nicht allzu gut aus, doch danach lief er zur Höchstform auf. Zunächst kam es zum erwähnten Duell mit Stuttgart, dann liess sich Hitz auch von den Genfern nicht bezwingen, die vor allem in der Schlussphase auf das Tor drückten und zuletzt spielte der Routinier auch zu Hause gegen den FC Winterthur zu null. Dabei lenkte er in der Startphase einen Ball herausragend an den Pfosten. Der FCB kann also auf eine verlässliche Säule im Tor bauen.
2. Lawrence Ati Zigi - FC St.Gallen - 76,5 %
Mit seinem gehaltenen Elfmeter gegen die Young Boys hat sich Zigi auf den zweiten Platz geschoben. Hätte Lawrence Ati Zigi den Penalty passieren lassen müssen, wäre der St.Galler hinter Marwin Hitz zurückgefallen. Insgesamt hat der Rückhalt der Espen erst sieben Partien absolviert, die ersten drei Spiele der Saison verpasste der Ghanaer noch verletzungsbedingt. In diesen ersten drei Partien stand für den FC St.Gallen Lukas Watkowiak zwischen den Pfosten. Die Nummer zwei des FCSG brillierte in diesen drei Partien mit insgesamt zwölf parierten Schüssen und nur zwei Gegentreffern. Diese Quote von über 85 Prozent wird von keinem Stammtorhüter der Liga erreicht.
1. David von Ballmoos - FC Lugano - 81,5 %
Während er beim BSC Young Boys zur Nummer zwei degradiert wurde, glänzt David von Ballmoos im Tessin. Seit der Ankunft des neuen Torhüters läuft es beim FC Lugano. Im ersten Spiel mit von Ballmoos verloren die Bianconeri zwar noch mit 0:1 in St.Gallen, doch seither haben sich die Tessiner gefangen. Mit zehn Punkten in den letzten vier Partien ist der FC Lugano das formstärkste Team der Liga. Daran hat auch der neue Torhüter seine Verdienste. Ein gutes Beispiel ist sein letzter Auftritt im Heimspiel gegen den FC Zürich. Von Ballmoos hielt dem Zürcher Ansturm in der Schlussphase stand und glänzte mit einigen tollen Paraden. Der FC Lugano spielte zu null und kommt der Spitzengruppe nach einem missglückten Saisonstart langsam wieder näher.