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Oberliga Baden-Württemberg: Auf Rang acht beginnt die Abstiegszone

kicker

Mit Ausnahme einzelner Nachholspiele hat sich die Oberliga Baden-Württemberg in die Winterpause verabschiedet, der nächste offizielle Spieltag ist für den 21. Februar 2026 terminiert. Ein Blick auf das Tableau zeigt eine klare Drei-Teilung: Mit dem VfR Mannheim (19 Spiele, 45 Punkte, 48:12-Tore) und dem punktgleichen VfR Aalen (40:10-Tore, noch ein Nachholspiel) werden die beiden Favoriten, die im vergangenen Spieljahr hinter dem damals enteilten und schließlich aufgestiegenen Spitzen-Duo SG Sonnenhof Großaspach und TSG Balingen, die Ränge drei und vier im Schlussklassement einnahmen, den Erwartungshaltungen gerecht und dominieren die Liga deutlich, was 14 Zähler Abstand auf den Dritten FV Ravensburg dokumentieren.

Der FVR wiederum ist ein gutes Beispiel, wie eng es in der Oberliga zugeht und das Gros der Mannschaften nur Nuancen trennen. In der vergangenen Saison schaffte die Elf vom Bodensee nur mit Glück den Klassenerhalt, diesmal strebt Ravensburg, das Aalen am letzten Spieltag die erste Niederlage beibrachte, einer sorgenfreien Saison entgegen.

Denzlingen schon abgeschlagen

Hiervon kann über die Hälfte der Vereine nur träumen, denn mit dem Göppinger Sportverein (24 Punkte) auf Rang acht beginnt die Abstiegszone, der Drittletzten SSV Reutlingen (20) ist nur vier Zähler entfernt. Auch der Vorletzte FSV 08 Bissingen (16) kann sich noch vage Hoffnungen auf den Verbleib machen, während für Schlusslicht FC Denzlingen (10) schon ein Fußball-Wunder nötig wäre.

Denzlingen ist einer von vier Neulingen, die drei Mitaufsteiger Türk. SV Singen (23), wo Aufstiegscoach Ali Günes im Spätherbst auf die Trainerbank zurückkehrte und für die sportliche Wende sorgte, Türkspor Neckarsulm (22) sowie der Karlsruher SC II (22) sind bemüht, das Schicksal des direkten Wiederabstiegs zu vermeiden. Im Abstiegskampf schielen die Teams immer auch in Richtung Regionalliga Südwest, wo die TSG Balingen und insbesondere der Bahlinger SC gefährdet sind und die Anzahl der Oberliga-Absteiger erhöhen würden.

Übungsleiter ausgetauscht

Dass auch in der 5. Liga die üblichen Mechanismen bei Misserfolg greifen, zeigt nicht nur das Beispiel Türk. SV Singen, denn auch beim CfR Pforzheim, dem nach einem guten Start zunehmend die Puste ausging, sowie in Bissingen und Reutlingen wurde der Übungsleiter ausgetauscht, um mit neuen Impulsen für die sportliche Wende zu sorgen.

Etwas anders gelagert war die Entlassung von Mario Klotz nach vier Spieltag (sieben Punkte) bei Regionalliga-Absteiger SV Göppingen, wo sich Erfolgscoach Gianni Coveli nach elf Jahren an der Seitenlinie eigentlich auf seinen Posten als Geschäftsführer Sport konzentrieren wollte. Nachdem Kurzzeit-Trainer Klotz gehen musste, weil "die Schnittmengen für eine nachhaltige Kooperation nicht ausreichen" sowie "unterschiedliche Auffassungen in Führung und Kommunikation" bestanden, so der Sportverein in seiner offiziellen Pressemitteilung, übernahmen zunächst die Co-Trainer Pavlos Osipidis und Daniel Budak. Doch das Duo blieb neun Begegnungen sieglos, weshalb Coveli das Zepter wieder übernahm und mit vier Erfolgen vor der Winterpause die Rot-Schwarzen aus dem Gröbsten herausholte. Doch insgesamt hatten die Verantwortlichen ein anderes Abschneiden avisiert, wollte der Absteiger im Aufstiegsrennen doch ein Wörtchen mitreden. Ebenfalls mehr erhofft hatte sich Mitabsteiger FC 08 Villingen, der mit 29 Punkten auf Rang sechs platziert ist.