Fehlercode: %{errorCode}

Oldenburger SV: Vereins-Legende Schröder beendet seine Karriere

kicker

Am 9. Spieltag in der Oberliga Schleswig-Holstein war es so weit: Leitwolf, Kapitän und Abwehrchef Marcel Schröder hat seine aktive Karriere beim Oldenburger SV beendet und wurde vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Inter Türkspor Kiel verabschiedet. 20 Jahre hielt der Defensivspieler, der von allen nur "Schrödi" genannt wird, den Oldenburgern die Treue - in guten und schlechten Zeiten.

"Ich habe erst mal beschlossen, ein wenig Abstand zum Fußball zu nehmen, da die Zeit sehr lange und intensiv war", erklärt Schröder. "Ich habe aber beim Abschied durchaus meine Leidenschaft für diesen Verein gespürt und ich würde mich freuen, irgendwann wieder etwas beim OSV anzupacken."

Vor dieser Saison beendete der mittlerweile 34-jährige Abwehrchef seine beeindruckende Karriere beim OSV. Was bleibt, ist eine Zeit voller großartiger sportlicher Erfolge, vieler emotionaler Momente - und der Dank und die Wertschätzung, die "Schrödi" sich durch seinen außergewöhnlichen Einsatz verdient hat. "Ich bin immer noch stolz auf mein erstes Herrenspiel damals in Tangstedt, als ich als A-Jugendlicher für unseren damaligen Kapitän Philipp Nielsen eingewechselt wurde und gleich die Führung und mein erstes Herrentor erzielt habe", blickt Schröder zurück.

Der 34-Jährige hat die zwei Jahrzehnte in Oldenburg geprägt. "Schrödi" war für alle im Verein immer mehr als nur ein Spieler auf dem Platz. Er war der Führungsspieler, Kapitän und lautstarke Leader, der gerade in schwierigen Situationen mit gutem Beispiel voranging. Als Abwehrchef organisierte er das Spiel von hinten heraus, übernahm Verantwortung und gab seiner Mannschaft Halt und Stabilität. Seine kompromisslose Zweikampfführung, sein vorbildlicher Einsatz und seine Leidenschaft für "seinen" Verein machten ihn zum absoluten Stammspieler - egal, in welcher Liga oder gegen welchen Gegner.

"Hässlichster Doppelpack aller Zeiten"

Unvergessen werden einige "Schrödi-Momente", die längst Teil der OSV-Geschichte geworden sind, für viele Spieler und Funktionäre der Oldenburger bleiben. "Legendär sein Doppelpack in Reher-Puls, als er uns dank des wahrscheinlich 'hässlichsten Doppelpacks aller Zeiten' zum allerersten Oberligasieg in der Saison 2015/16 katapultierte. Oder sein Tor gegen Holstein Kiel im Landespokal, als er sich gegen keinen Geringeren als Hauke Wahl durchsetzte. Genauso sein Siegtor in der 92. Minute gegen Rot-Weiß Moisling - pure Ekstase auf und neben dem Platz! Nicht zu vergessen, die berühmte Kopfball-Bogenlampe gegen den VfR Neumünster in der Oberliga-Saison 2023/24. Solche Momente zeigen, wie sehr 'Schrödi' unsere Spiele geprägt hat und wie sehr seine Mentalität den Unterschied machen konnte", blickt OSV-Ligamanager Lars Brunner zurück.

Im Sommer 2005 wechselte Schröder von der C-Jugend des TSV Lensahn zum Oldenburger SV. Seitdem trug er ununterbrochen das Trikot der Ostholsteiner. "Ich verbinde mit 'Schrödi' viel Spaß und ganz tolle Momente. Zudem einen extremen Zusammenhalt und einen Menschen, der immer voller Leidenschaft und Freude für seine Jungs da war", so OSV-Torjäger Freddy Kaps.