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Olympiasiegerin Däbritz tritt aus Nationalelf zurück

kicker

"Nach zwölf Jahren in der Nationalmannschaft ist jetzt der richtige Moment gekommen, um Abschied zu nehmen. Es fühlt sich für mich richtig an", wird Sara Däbritz am Montag in einer Pressemitteilung des DFB zitiert. "Ich blicke voller Dankbarkeit auf eine wundervolle internationale Karriere zurück, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben wird. Vom ersten bis zum letzten Spiel habe ich das Nationaltrikot mit Stolz, Freude und Demut getragen."

Bei der Europameisterschaft in der Schweiz in diesem Jahr hatte die gebürtige Oberpfälzerin ihr achtes großes Turnier mit der Nationalmannschaft bestritten: viermal war sie bei einer EM dabei, dreimal bei einer WM, einmal bei Olympischen Spielen. Die Goldmedaille von dort aus dem Jahr 2016 stellt den größten Erfolg von Däbritz im DFB-Trikot dar. 2013 kürte sie sich zudem als 18-Jährige zur Europameisterin.

Insgesamt absolvierte Däbritz seit ihrem Debüt im Juni 2013 111 Einsätze für die A-Nationalelf, an diese Marke kommt keine andere aktive Deutsche auch nur annähernd heran. "Es war mir ein großes Privileg, für mein Land aufzulaufen. Ich habe noch beide Seiten miterlebt - von Spielen vor 2000 Zuschauern bis hin zu ausverkauften Stadien mit einer überragenden Atmosphäre", so Däbritz weiter. "Auf diese Entwicklung bin ich unglaublich stolz. Und ich freue mich ganz besonders für die nächste Generation, die diesen Weg weitergehen darf und die Begeisterung für den deutschen Frauenfußball noch größer machen wird."

Über viele Jahre eine feste Größe im DFB-Mittelfeld

Die heute 30-Jährige habe beim DFB-Team "tiefe Spuren hinterlassen", schwärmte DFB-Sportdirektorin Nia Künzer. "Sie ist eine Persönlichkeit, zu der andere Spielerinnen aufschauen können - ein echtes Vorbild, ein wunderbarer Mensch und sie verfügt als Spielerin über außergewöhnliche Fähigkeiten. Sara hat Herausragendes geleistet und war dabei stets bescheiden und bodenständig." Bundestrainer Christian Wück ergänzte: "Ihre Erfolge mit der Nationalmannschaft sprechen für sich. Sie kann mit Stolz auf eine beeindruckende Karriere im DFB-Trikot zurückblicken."

Däbritz gehörte über viele Jahre im zentralen Mittelfeld mit ihrer unauffälligen, umsichtigen, passstarken Spielweise zu den Leistungsträgerinnen. In der jüngeren Vergangenheit schwand ihr Einfluss allerdings. So durfte sie bei der EM in diesem Jahr nur im Halbfinale gegen Spanien (0:1 n. V.) starten, als auf ihrer Position Sjoeke Nüsken ausfiel und Bundestrainer Christian Wück eine dritte defensive Kraft vor der Abwehr brauchte.

Im Viertelfinale gegen Frankreich (6:5 i. E.) war Däbritz in der 120. Minute eingewechselt worden und scheiterte als einzige deutsche Schützin im Elfmeterschießen. Zur laufenden Saison war die Linksfüßerin von Olympique Lyon zu Real Madrid gewechselt, dort erzielte sie in ihren ersten drei Ligaspielen direkt drei Treffer.