Er hoffe doch sehr, dass sich die Fans fröhliche Weihnachten nicht versauen ließen, wenn der FCK nicht gewinnen sollte, scherzte Torsten Lieberknecht. Und doch stellte der Lauterer Trainer das Ziel beim Jahresabschluss am heimischem Betzenberg klar voran: "Drei Punkte holen, um den Leuten den Tag zu versüßen und eine fröhliche Weihnacht zu schenken."
Am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Magdeburg erwartet Lieberknecht allerdings ein "herausforderndes Spiel". Er wolle den Gegner nicht am Tabellenstand - der FCM hängt in der Abstiegszone fest - messen. "Magdeburg hat nicht gespielt wie ein Tabellenletzter, sondern wie ein Tabellenerster", findet Lieberknecht, "sie waren nie die klar schlechtere Mannschaft und haben viele Spiele unverdient verloren." Besonders hob der FCK-Trainer die spielerische Flexibilität des FCM hervor, "die nicht alltäglich ist im Zweitligafußball".
Mit Haas auf neuem Rasen
Dagegen gelte es für die Roten Teufel zu bestehen. "Wichtig ist, am letzten Tag nochmal über alle Grenzen hinauszugehen, taktisch wie physisch. Wir wollen das Spiel sehr intensiv bestreiten", fordert Lieberknecht von seiner Mannschaft und kündigte "leichte Modifizierungen" im eigenen Offensivspiel an. Dass das Spiel auf komplett neu verlegtem Rasen stattfindet, dürfte dabei beiden Teams entgegenkommen. Zu offensichtlich war zuletzt die Notwendigkeit eines neuen Geläufs auf dem Betzenberg, findet Lieberknecht.
Bauen kann der FCK im letzten Spiel des Jahres wieder auf Mika Haas, der nach abgesessener Gelbsperre Florian Kleinhansl wieder von der linken Schiene verdrängen wird. Weiterhin fehlen werden Ivan Prtajin (Oberschenkel), Ji-Soo Kim (Muskelfaserriss) und Mahir Emreli (Sehnenverletzung). Aus dem FCK-Lazarett gab es auch erfreuliche Nachrichten: Die Langzeitverletzten Simon Asta (Kreuzband) und Kenny Prince Redondo (Fuß) machten unter der Woche wieder erste Schritte auf dem Rasen, das FCM-Spiel kommt für beide freilich zu früh.
30-Punkte-Marke winkt
Gewinnt Kaiserslautern den Jahresabschluss gegen Magdeburg - was den Roten Teufel in zwölf Duellen mit den Blau-Weißen erst zweimal gelungen ist (je fünf Remis und Niederlagen) -, so knacken die Pfälzer zum Ende der Hinrunde die magische 30-Punkte-Marke. Ein Detail, das die Aufstiegsambitionen auf dem Betzenberg weiter unterstreichen würde.
Er sei kein Fan von einem Zwischenfazit, meinte Lieberknecht, nur um doch eines zu ziehen. In einigen Parametern habe sich die Mannschaft im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison deutlich verbessert: Defensiv habe man weniger Gegentore kassiert (18 im Vergleich zu 26 in der Vorsaison), zudem gehöre man offensiv zur Top 4 der Liga (allerdings mit 27 statt 30 Toren in der Vorsaison) und habe aktuell einen Punkt mehr auf der Habenseite. Das sei "nicht so verkehrt", so Lieberknecht.
In Schulnoten ausgedrückt gab der FCK-Trainer der Hinrunde dennoch nur eine "ordentliche Drei". Das sei auch gut, denn: "Es gibt in alle Richtungen noch Luft nach oben und einiges zu verbessern." Zunächst gilt es allerdings, mit einem Sieg für vorweihnachtliche Stimmung auf dem Betzenberg zu sorgen.