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"Powerplay sondergleichen": Hoeneß bemängelt die VfB-Chancenverwertung

kicker

Wenn man es positiv auslegen will, könnte man sagen, dass der VfB Stuttgart am Donnerstagabend an der herausragenden Leistung von Ex-Bundesliga-Keeper Marwin Hitz gescheitert ist. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass die Abschlüsse der Schwaben alles andere als unhaltbar waren. Am Ende standen 29 Schüsse und ein xG-Wert von 2,42 zu Buche. Hitz war mit seinen unzähligen Paraden definitiv der Siegesgarant für den FC Basel, der VfB muss sich aber an die eigene Nase fassen: Die Chancenverwertung war mangelhaft.

"Das kann ich noch mal ganz dick unterstreichen. Das ist eine sehr ärgerliche Niederlage. Dass wir hier mit null Punkten und null Toren aus dem Spiel gehen... Wir haben uns selbst geschlagen. Einerseits durch die Gegentore, die wir kassieren. Andererseits durch die großen Chancen, die wir ungenutzt gelassen haben", sagte Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel bei RTL.

„Da hat der Shaqiri mal kurz gezeigt, warum er eine gute Zeit in seiner Karriere Weltklasse war.“ (Sebastian Hoeneß über das 2:0 für den FC Basel)

Der Coach lobte zwar die Moral seiner Mannschaft, die "bis zum Schluss" alles probiert habe und immer wieder angelaufen sei - "das war ein Powerplay sondergleichen in der zweiten Halbzeit" -, er stellte aber klar: "Dann musst du einfach irgendwann das Tor machen. Die Gefahr, dass dann auf der anderen Seite mal ein Konter läuft, ist natürlich da." Und genau so ein Konter brachte am Ende die Entscheidung, weil Ex-Bayern-Star Xherdan Shaqiri aus unmöglichem Winkel einen Geistesblitz hatte: "Da hat der Shaqiri mal kurz gezeigt, warum er eine gute Zeit in seiner Karriere Weltklasse war", sagte Hoeneß anerkennend.

Derartige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss ging den Stuttgartern an diesem Abend vollkommen ab und ganz vorne mit dabei war Kapitän Ermedin Demirovic, der unter anderem in Durchgang eins einen Elfmeter vergab - mal wieder: "Das sieht jetzt natürlich scheiße aus", sagte der Stürmer in Bezug darauf, dass der VfB in dieser Saison schon häufiger vom Punkt gescheitert ist. "Die Quote ist einfach nicht gut." Dabei werde es sogar trainiert, Demirovic habe noch am Mittwoch selbst im Training daran gearbeitet.

Lange Wartezeit für Demirovic vor dem Elfmeter

Gegen Basel gab es dann noch die besondere Schwierigkeit, dass der 27-Jährige ziemlich lange am Elfmeterpunkt bereitstand, bis der VAR den Strafstoß endlich freigab. Das habe die Sache nicht vereinfacht: "Es soll keine Ausrede sein. Ich verschieße den Elfmeter, aber das ist schon eine eklige Situation. Ich dachte, der Check wäre durch, deswegen stand ich ja auch und habe Anlauf genommen, war bereit. Dann hat er angefangen, das Ding zu checken." Der Elfmeter sei aber einfach nicht gut geschossen gewesen, deswegen wolle er sich nicht beschweren.

Demirovic war der Meinung, dass auch einfach das Glück gefehlt habe: "Heute ist ein Tag, wo man sagen kann, dass alles gegen uns gelaufen ist." Er wisse nicht mal, was sich die Mannschaft vorwerfen solle und könne auch nicht sagen, "warum wir heute verlieren". Die Antwort darauf hatte Maxi Mittelstädt parat: "Wenn du es einfach nicht schaffst, den Ball über die Linie zu bringen, verlierst du halt 0:2." Besser machen wollen es die Stuttgarter am Sonntag (15.30 Uhr) in der Bundesliga gegen Heidenheim. Falls der VfB dann wieder einen Elfmeter bekommt, wird es spannend zu beobachten, wer die Verantwortung übernimmt.