Am vergangenen Freitag, während des Regionalliga-Spiels der SpVgg Ansbach beim FC Memmingen, soll Gäste-Stürmer Noah Zerihun Gebre rund um die 85. Minute mindestens zweimal mit Affenlauten beleidigt worden sein.
Einen Tag, nachdem die Ansbacher mit klaren Worten diesen Vorwurf publik gemacht hatten, äußerte sich auch der FC Memmingen zum Vorfall. Zuallererst machte der Vorsitzende Andreas Minkenberg deutlich: "Wir schließen uns der Stellungnahme der SpVgg Ansbach in vollem Umfang an, bedauern und verurteilen den Vorfall auf das Schärfste." Denn, so Minkenberg weiter, Rassismus habe "in Memmingen und in unserem Verein keinen Platz und wir werden alles tun, was in unseren Möglichkeiten steht, den Schuldigen zu ermitteln sowie um künftig derlei dummes und nicht akzeptables Verhalten zu verhindern."
Gleichzeitig erklärten die Allgäuer, dass weder Schiedsrichter, Schiedsrichter-Beobachter, der Spiel- und Medienbeauftragte des Bayerischen Fußball-Verbands noch Memminger Offizielle oder Ordnungspersonal die Beleidigungen wahrgenommen hätten. Deshalb appelliert der FCM an seine Zuschauer, in Zukunft mehr Zivilcourage zu zeigen und solche inakzeptablen Beleidigungen zu unterbinden und den Verantwortlichen im Stadion zu melden. Noch nämlich konnte der Täter nicht ermittelt werden. Die Anzeige, die die SpVgg Ansbach bei der Polizei gestellt hat, richtet sich somit "gegen Unbekannt", ein Fan der Spielvereinigung hat aber angeblich ein Foto des Täters gemacht.