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Sallinger: "Das war mit Abstand das Beste, was ich als Profi je erlebt habe"

kicker

17 Premiership-Einsätze, sechs clean sheets, der Beste im Gegentor-Ranking (laut FotMob 7,6 potenzielle Treffer verhindert) und der Zweitbeste punkto Fangquote (79,7 Prozent). Torhüter Raphael Sallinger ist nicht bloß die neue Nummer 1 von Hibernian, sondern hat sich in Schottland einen Namen gemacht.

"Die Quoten habe ich schon mitbekommen. Die werden auf Social Media gerne gepostet und sind fast nicht zu übersehen", so Sallinger. Größen wie Jack Butland von den Rangers (5,4 potenzielle Treffer verhindert bzw. 76,7 Prozent aller Torschüsse gehalten) oder Kasper Schmeichel von Celtic (-3,2 bzw. 71,4) liegen weit hinter dem Kärntner.

"Allzu wichtig nehme ich das aber nicht. Ich versuche mich lieber auf meine Aufgaben zu konzentrieren", sagt Sallinger. Seine in Hartberg, insbesondere unter Markus Schopp, verfeinerten fußballerischen Qualitäten sind auch an der Easter Road gefragt, aber die Intensität des Spiels ist höher. Dazu kommen noch das schottische Wetter und der Wind als zusätzliche Herausforderungen.

„Die Atmosphäre war noch gewaltiger als bei den Rangers oder bei Celtic.“ (Sallinger über den 3:2-Heimsieg im Edinburgh-Derby)

Die wichtigste Aufgabe hat Sallinger mit seinen Teamkollegen erfüllt, nämlich das Edinburgh-Derby gegen Tabellenführer Heart of Midlothian (3:2) gewonnen. "Die Atmosphäre war noch gewaltiger als bei den Rangers oder bei Celtic. Das war mit Abstand das Beste was ich als Profi je erlebt habe. In Edinburgh sind wir jetzt quasi die Nummer 1 bis zum nächsten Derby."

Die Draufgabe hat Sallinger auch gemeistert und nach dem Heimsieg die Vereinshymne "Sunshine on Leith" (von den Hibs-Fans The Proclaimers) mitgesungen. Quasi als Beweis trägt er im Gespräch mit dem kicker eine wesentliche Passage textsicher vor und hält fest: "Bislang kannte ich von den Proclaimers nur die '500 Miles', aber jetzt sitzt das auch schon".

Mit Freundin Darinka Stock (Ernährungsberaterin bei Sturm Graz) fortgehen war nach dem Derbytriumph allerdings nicht möglich. "Da wären wir in Edinburgh nicht weit gekommen", lacht Sallinger, "die Fans sind extrovertiert, sprechen einen gerne an. Mir gefällt das. Sie sind immer recht freundlich, Kinder fragen öfters um Autogramme."

Wenn Darinka bei Sturm ist, "esse ich nur mehr Pizza und Pasta", scherzt Sallinger, "nein, nein - ich weiß schon, wo ich hineingreifen muss." Frühstücken und Mittagessen tun die Hibs gemeinsam. "Das schweißt noch mehr zusammen."

Unterwegs mit Steini und Fadi

Ansonsten ist der Ex-Hartberger gelegentlich mit seinen ehemaligen Kollegen Michael Steinwender (Hearts) und Lukas Fadinger (Motherwell) unterwegs: "Aber nicht in der Woche vor den Duellen. Das kommt vielleicht nicht gut."

Fadinger tritt Samstag mit den Steelmen an der Easter Road an. Die Hibs haben nach dem Derbytriumph auch daheim gegen Aberdeen (2:0) und bei Kilmarnock (3:1) gewonnen und wollen im direkten Duell um Platz vier Motherwell überholen.

Nach 33 Spieltagen wird die Zwölfer-Liga in Meisterrunde und Abstiegsrunde geteilt. "Unser offizielles Ziel ist ein internationaler Startplatz. Großes Thema ist, dass die Rangers und Celtic so schwächeln, dass wir heuer vielleicht sogar vor ihnen landen können", so Sallinger. Nachsatz: "Das Ziel, zunächst einmal in den Top 6 zu landen - das habe ich hier noch nie gehört."