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Schmaus: "Erwarte mir 10.000 Zuschauer in St. Pölten"

kicker

Der Bundesliga-Dämpfer gegen die Austria (0:1) schmälert die Vorfreude beim SKN St. Pölten auf die Ligaphase der Champions League keineswegs. Nächsten Donnerstag fällt der Startschuss. Die "Wölfinnen" bekommen es daheim gleich mit dem vierfachen spanischen Meister Atletico Madrid (21 Uhr LIVE! bei kicker) zu tun.

Die weiteren Heimspielgegner Chelsea (11. November) und Juventus (9. Dezember) gehören ebenfalls zur crème de la crème Europas. Tickets für den Dreierpack in der NV-Arena gibt's bereits um 49 Euro. "Ich erwarte mir 10.000 Zuschauer in St. Pölten", lächelt SKN-Präsident Wilfried Schmaus auf kicker-Nachfrage und fügt nach kurzer Pause hinzu, "für die drei Heimspiele zusammen".

Demnach würde der Rekord von Oktober 2022 fallen, als 2.816 Fans mit einem spannenden Torspektakel gegen AS Roma mit ÖFB-Legionärin Carina Wenninger belohnt wurden (3:4).

"Daheim ist daheim", frohlockt Schmaus im Bürotrakt der sanierten NV-Arena. Gegen Barça kamen letzte Saison zwar 8.832 Zuschauer zum Heimspiel, aber das fand nach dem hundertjährigen Hochwasser in St. Pölten in der Wiener Generali-Arena statt (1:4).

"Mehr als Barça mit fünf Spielerinnen in den Top Ten beim Ballon d'Or geht sowieso nicht und die Bonmati hat ihn dann ja auch noch souverän gewonnen", sinniert Schmaus.

Chelsea hat Starensemble

Chelsea ist freilich auch nicht von schlechten Eltern. Die Blues führen die englische Super League ohne Punkteverlust an, holten letzte Saison das Triple (Liga, FA-Cup, League-Cup). Sechs ihrer Spielerinnen - darunter Torfrau Hannah Hampton, Lucy Bronze und Keira Walsh - triumphierten dann auch noch mit England bei der EM. Obendrein ist mit Sam Kerr "eine der besten Stürmerinnen der Welt" wieder fit.

Der Barça-Besuch ist in St. Pölten allerdings sowieso nicht zu toppen, denn in die NV-Arena dürfen maximal 7.500 rein.

Der Sechs-Punkte-Traum

Sportlich hat Schmaus auch schon eine Zahl im Kopf: "Sechs Punkte wären ein Traum und sind im Idealfall auch zu schaffen. Damit bist du ziemlich sicher durch." Die Top Vier der 18er-Liga kommen direkt ins Viertelfinale, die letzten sechs sind raus. Dem großen Mittelfeld von Platz 5 bis 12 stehen noch vier Play-off-Hintertüren offen.

Gegen wen seine Wölfinnen am ehesten anschreiben könnten, darauf will sich Schmaus nicht festlegen. Laut Papierform wäre Valerenga wohl am ehesten zu knacken. "Die haben dort aber auch einen Kunstrasen", wirft Schmaus ein. Im hohen Norden taten sich die Wölfinnen schon ein paar Mal schwer.

Möglicherweise könnte für den SKN daheim gegen Juve (italienischer Meister) und auswärts gegen Roma (letztjähriger Dritter) noch am ehesten etwas zu holen sein. Vizemeister Inter scheiterte jedenfalls schon im ersten CL-Quali-Duell an Brann Bergen. Unter Umständen reichen sogar vier Punkte für einen Platz in den Top 12.

„Der Erfolgshunger ist groß, sehr groß.“ (Schmaus über das junge Wölfinnenrudel)

Eines ist nach dem großen Umbruch mit 18 Abgängen und 16 Zugängen für Schmaus jedenfalls fix: "Der Erfolgshunger ist groß, sehr groß. Viele unserer Spielerinnen haben aber noch keine Champions-League-Erfahrung und selbst auch noch keinen Titel geholt."

Die Langzeitverletzte Diana Lemesova steht nicht im CL-Kader, Sarah Mattner (angeschlagen) und Magdalena Rukavina (krank) sind für den Auftakt leicht fraglich.