Fehlercode: %{errorCode}

Schuster vor Europa-League-Premiere: "Die Nähe schafft Brisanz"

kicker

Schon nach der Auslosung hatte sich SC-Trainer Julian Schuster über das "internationale Derby" gefreut, das gleichzeitig sein erstes Europa-League-Spiel als Cheftrainer sein wird. "Für mich ist es ein Derby, auch wenn wir in unterschiedlichen Ligen spielen - die Nähe schafft die Brisanz", bekräftigte der 40-Jährige nun vor der ausverkauften Partie gegen den FC Basel (Mittwoch, 21 Uhr, LIVE! bei kicker). "Wir freuen uns sehr über das Los und über das Spiel."

Gerade mal rund 70 Kilometer liegen die Stadien der beiden Vereine auseinander. Beide haben sich bereits häufiger zu Testspielen in Länderspielpausen verabredet, aber auch schon in Spanien im Winter-Trainingslager. "Deswegen kennen wir schon den einen oder anderen Spieler", sagte Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein. Aber in einem Pflichtspiel werde eine ganz andere Anspannung da sein, "und ein Derby muss man unbedingt gewinnen, damit es für uns angenehmer ist, durch Basel zu laufen und für die Fans auch".

Beim letzten Aufeinandertreffen vor gut einem Jahr hatte der Sport-Club den Schweizer Nachbarn - im Europa-Park Stadion, aber ohne Zuschauer - mit 6:0 abgefertigt. Daran erinnerte sich auch Basels Kapitän Xherdan Shaqiri am Dienstagabend in der Pressekonferenz in Freiburg, der nach der Testspielpleite eine herausragende Saison mit den Baslern spielte, mit ihnen Meister und Pokalsieger wurde.

"Freiburg ist inzwischen ein sehr guter Verein, der oben mitspielt - und das wollen sie gegen uns Nachbarn zeigen", vermutete Shaqiri. "Aber wir wollen zeigen, dass auch der FC Basel ein großer Verein ist", sagte sein Trainer, Ludovic Magnin, der neben ihm auf dem Podium saß.

Shaqiri "ist eine Schlüsselfigur für diese Mannschaft"

Der frühere Bayern-Spieler Shaqiri "ist eine Schlüsselfigur für diese Mannschaft", hatte zuvor Schuster über den 33-Jährigen gesagt, der in der Vorsaison in der Super League auf 18 Tore und 21 Vorlagen kam. "Er ist ein Freigeist, der Freiräume braucht und bekommt, der gute Standards schießt und einen guten Abschluss hat", erklärte der SC-Coach, und deswegen sei es "sehr wichtig, ihn nicht ins Spiel kommen zu lassen". Auch SC-Vize-Kapitän Eggestein sieht in dem FCB-Kapitän einen "Unterschiedsspieler", der "letzte Saison eine beeindruckende Quote gehabt hat". Aber seine Mannschaft sei "gut vorbereitet und wir wissen auch, dass der FC Basel noch ein paar andere gute Jungs hat".

Auch wenn er sich auf das nachbarschaftliche Duell freut, wäre es für den SC "von Vorteil gewesen, wenn der Gegner eine etwas weitere Anreise hat", erklärte Eggestein, setzt aber auf die besondere Atmosphäre im Stadion am Wolfswinkel, wie es bei internationalen Spielen heißt. "Wir erinnern uns gerne an die Heimspiele gegen West Ham, gegen Lens, auch Olympiakos oder Topola - das waren immer schöne Heimspiele mit guter Stimmung und meistens auch erfolgreich. Das soll dieses Jahr wieder so werden."

In den Saisons 2022/23 und 2023/24 war für den Sport-Club jeweils im Achtelfinale Schluss, gegen Juventus Turin und West Ham United. "Wenn man in so einem Wettbewerb antritt, will man natürlich so lange wie möglich dabei sein und auch Anfang nächsten Jahres noch englische Wochen haben", antwortete Schuster, als er nach den Zielen in diesem Wettbewerb gefragt wurde. Beim Start hat er personell dafür die besten Voraussetzungen.

"Alle sind fit, der Trainingsplatz ist gut gefüllt", freute sich Schuster. Er könne danach entscheiden, "welche Spielrtypen gefragt sind" gegen den FCB. Im Gegensatz zur Bundesliga, in der er momentan auf den kreativen Johan Manzambi wegen der Rot-Sperre verzichten muss, könnte er gegen Basel mit ihm planen. Der SC-Trainer gab aber nur für eine Position die Besetzung preis: Im Tor wird es keinen Wechsel geben, da bleibt zunächst in allen Spielen Noah Atubolu gesetzt, was sich aber im Laufe der Saison punktuell mal ändern könne.

Und auch wenn Shaqiri davon spricht, dass es eher ein "Spiel unter Freunden" als die große Rivalität sei, hat die UEFA die Begegnung als Hochrisikospiel eingestuft. Die Freiburger Polizei wird den Basler Fanmarsch zum Stadion mit einem Großaufgebot begleiten.