Der Schweizerische Fussballverband verkündete am 14. Oktober den Kader für die bevorstehenden Testspiele gegen Kanada und Schottland. Dabei sind gleich 20 Spielerinnen aus dem EM-Kader wieder mit dabei, einzig Laia Ballesté, Sandrine Mauron und Svenja Fölmli haben den Cut dieses Mal nicht geschafft, sind auch nicht in der Reserve dabei. Laia Ballesté hat bei Espanyol Barcelona seit dem 12. September kein Spiel mehr absolviert, ebenso Svenja Fölmli beim SC Freiburg, nachdem sie in diesem Spiel noch den Siegtreffer erzielen konnte. Sandrine Mauron, besser gesagt Sandrine Gaillard nach der Hochzeit, ist bei ihrem neuen Verein Tampa Bay Sun eigentlich gesetzt, ihr wird wohl die lange Reise erspart.
Mit Kanada und Schottland warten zwei interessante Gegner. Während die Kanadierinnen als Olympiasiegerinnen von 2021 Favoritinnen sind, dürfte das Duell mit Schottland auf Augenhöhe sein. "Es wird interessant zu sehen sein, wie wir in beiden Partien mit den unterschiedlich auftretenden Gegnern abschneiden werden. Was klar ist: Jedes Mal, wenn wir den Kader zusammenstellen, wollen wir ein Team von Gewinnerinnen auf dem Feld", wird Pia Sundhage in der Medienmitteilung zitiert.
Zu den Gewinnerinnen auf dem Feld sollen im Vergleich zur Heim-EM auch Aurelie Csillag, Leela Egli und Lia Kamber gehören. Alle drei gehörten vor den verschiedenen Cuts zum Vorbereitungskader auf die EM, durften schlussendlich aber nicht mit. Csillag wechselte auf diese Saison hin zum SC Freiburg und wusste dort schon zu überzeugen. Ebenfalls bei den Breisgauerinnen zu begeistert wusste Egli. Kamber gehört dem FC Basel an und konnte in dieser Saison schon fünf Tore erzielen.
Erfreulich ist, dass nach ihrer Verletzung Captain Lia Wälti bereits wieder zum Team gehört. Auch Alisha Lehmann wurde nach ihrem Wechsel von Juventus zu Como erneut berücksichtigt.
Die Nationaltrainerin hat zudem gleich 14 Namen in die Reserve aufgeboten. Neben Eseosa Aigbogun und Seraina Piubel, die schon auf grosse Nati-Erfahrung zurückblicken können, gibt es dabei gleich mehrere Akteurinnen, die bisher noch auf ihren ersten Einsatz im Nationaldress warten, darunter auch Janina Egli vom Grasshopper Club Zürich mit Jahrgang 2006.