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"Schweizer Taschenmesser" Schulz schließt sich Münster an

kicker

Auch dank eines starken Endspurts in der abgelaufenen Saison mit vier ungeschlagenen Spielen nacheinander darf Preußen Münster für das zweite Jahr in der 2. Bundesliga planen. In Marvin Schulz haben die Adlerträger am Freitag ihren dritten Sommer-Neuzugang vorgestellt, der 30-jährige Mittelfeldspieler kommt vom Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel zu den Westfalen. Über die Transfer- und Vertragsmodalitäten machte der Klub in seiner Mitteilung keine Angaben.

"Marvin ist auf ganz vielen Positionen eine Bereicherung für uns, hat große fußballerische Qualitäten und eine starke Athletik", wird Ole Kittner, Münsters Geschäftsführer Sport, Strategie & Kommunikation, zitiert und vergleicht seinen Neuzugang mit einem "Schweizer Taschenmesser".

Erfahrung in Bundesliga und Champions League

Schulz, der im von Münster knapp 100 Kilometer entfernten Mühlheim an der Ruhr geboren wurde, erhielt seine fußballerische Ausbildung bei Borussia Mönchengladbach und durchlief bei den Fohlen alle Jugendabteilungen. 2015 gab er als 20-Jähriger in der 1. Runde des DFB-Pokals sein Debüt gegen den FC St- Pauli (4:1), acht Bundesliga- und zwei Champions-League-Auftritte für die Borussia sollten folgen.

In Gladbach konnte sich Schulz letztlich nicht durchsetzen, 2017 wechselte er in die Schweiz, wo der Mittelfeldspieler in fünf Jahren wettbewerbsübergreifend 146 Spiele (17 Tore) für den FC Luzern bestritt. Im Sommer 2022 ging es zurück nach Deutschland an die Kieler Förde, wo Schulz zum Stammspieler avancierte und in seinem zweiten Jahr mit den Störchen erstmals in die Bundesliga aufstieg. Doch in der abgelaufenen Saison kam der 30-Jährige nur noch sporadisch zum Einsatz, durfte in keinem seiner zwölf Bundesliga-Einsätze über 90 Minuten ran und steuerte weder Tor noch Vorlage bei.

Nach insgesamt 68 Spielen (ein Treffer) für die KSV sucht Schulz nun eine neue Herausforderung in Münster. Überzeugt habe ihn vor allem "die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt werden soll", so der Mittelfeldmann, "ich habe große Lust, ein Teil davon zu sein." Bei den Preußen, die zur kommenden Saison von Alexander Ende trainiert werden, trifft Schulz auf seine früheren Kieler Kollegen Mikkel Kirkeskov und Joshua Mees. "Ich freue mich darauf, alte Weggefährten wiederzusehen, aber auch genauso sehr darauf, die anderen Jungs kennenzulernen", blickt der 30-Jährige erwartungsfroh voraus.