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Slot stellt sich schützend vor Salah - und erklärt "Alarmglocken" bei Konaté

kicker

Die dritte Niederlage in Folge, der zweite späte wie entscheidende Gegentreffer in einem Premier-League-Spiel hintereinander - der auf wackligen Stelzen gebaute Höhenflug des FC Liverpool ist vorerst gestoppt. Die anstehende Länderspielpause wird Cheftrainer Arne Slot zumindest nicht verfluchen. Da befindet sich der ärgste Rivale Arsenal, der durch ein 2:0 gegen West Ham den Reds die Tabellenführung abluchste, schon in einem ganz anderen Flow.

Mehr als die Abwehrarbeit besorgt Slot aktuell seine schwächelnde Offensive, in der Florian Wirtz erneut nur als Joker auftrat. Die mediale Kritik wuchs nach dem 1:2 bei Chelsea besonders an Alexander Isak und Mohamed Salah. "Je öfter sie zusammenspielen, desto besser werden sie sich verstehen", beschwichtigte Liverpools Coach: "Man muss wirklich hart arbeiten, um ein bestimmtes Niveau zu erreichen, und dann ist es im Fußball sehr schwer, dieses Niveau zu halten, weil man auch gegen sehr gute Mannschaften spielt."

Dass die Verständigung zwischen dem Schweden und dem Ägypter auf dem Rasen noch ausbaufähig ist, erklärt sich Slot recht simpel. "Die Spieler kamen im Sommer zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu uns", so der Niederländer, der hinterschiebt: "Letzte Woche gab es auch kaum Trainingszeit."

Speziell die Erwartungen an Salah findet Slot überzogen, er stellte sich schützend vor seinen sonst zuverlässigsten Torjäger: "Er hatte viele Gelegenheiten, das zu tun, was er so oft getan hat. Er ist ein Mensch, und es ist nicht so, dass er jede Chance, die er bekommt, auch immer in ein Tor verwandelt. Das liegt wohl daran, dass die Leute wissen, was er in der letzten Saison geleistet hat."

In der vergangenen Saison kam Salah in der Liga auf 29 Tore und 18 Assists, aktuell sind es "erst" zwei Treffer und zwei Vorlagen. Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison waren es vier Tore und vier Assists.

Das große Thema bei Liverpool ist aktuell die mangelnde Effizienz. Slot dachte da auch an die vorherige Pleite bei Crystal Palace: "In beiden Spielen haben wir mehr Chancen herausgespielt als der Gegner, aber Tatsache ist, dass wir in beiden Spielen nur einmal getroffen haben, während unser Gegner zweimal getroffen hat."

Den Teufel an die Wand malen müsse aber niemand. "Wenn das Ergebnis heute mit einem Unentschieden oder einem Sieg besser ausgefallen wäre, hätten wir einen großartigen Saisonstart hingelegt, wenn man bedenkt, was im Sommer in Liverpool alles passiert ist", stellte Slot klar.

"Bei einem weiteren Sprint weiß man nie, ob das gut ausgeht"

Ein neues Sorgenkind ist derweil womöglich Ibrahima Konaté. Der ehemalige Leipziger hatte in der 56. Minute durch Curtis Jones ersetzt werden müssen. Untersuchungen in den nächsten Tagen sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

"Ich weiß nicht, ob es sich um eine schwere Verletzung handelt, aber ich weiß, dass er ein wenig gehinkt ist, und als ich ihn fragte, sagte er, er spüre ein wenig seinen Quadrizeps. Da gingen bei mir alle Alarmglocken los, denn bei einem weiteren Sprint weiß man nie, ob das gut ausgeht", erklärte Slot seine Gedankengänge: "Ich hatte ohnehin schon einen Wechsel im Hinterkopf, vielleicht für ein paar Minuten später, weil der rechte Innenverteidiger viel Ballbesitz hatte und wir aus dieser Position heraus etwas kreieren mussten."

Der entscheidende Impuls aber kam erneut vom Gegner. Gegen Rivale Manchester United soll am 19. Oktober deswegen unbedingt der Bock wieder umgestoßen werden.