Karim Adeyemi war mit seinem Treffer der Matchwinner für Borussia Dortmund in der Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg. Doch beim 1:0-Sieg über die Wölfe am vierten Spieltag sorgte eine andere Aktion des Offensivspielers für Aufsehen.
"Ich würde gerne die Bühne nutzen, weil es nicht so üblich ist beim Profifußball, dass man so eine geile Fair-Play-Aktion hat. In der ersten Halbzeit ist Adeyemi in Ballbesitz gekommen auf dem rechten Flügel, als Wimmer umgeknickt ist beziehungsweise sich verletzt hat. Normalerweise hätte man als Spieler die Chance nutzen und aufs Tor laufen können - und hätte dann eine Überzahlsituation gehabt", sagte Schiedsrichter Daniel Siebert im Anschluss an die Partie bei DAZN.
Adeyemi hatte in der 32. Minute den Ball jedoch unaufgefordert ins Seiten-Aus gespielt, obwohl er viel Platz vor sich hatte. Damit “verschenkte” er eine gute Möglichkeit für den BVB.
Zuvor war Maximilian Arnold eine Seitenverlagerung abgerutscht, Wolfsburg Patrick Wimmer war zurückgesprintet und hatte den Ball vor Überschreiten der Seitenauslinie mit einem Sprung noch im Spiel gehalten. Beim Aufkommen vertrat sich der Österreicher aber augenscheinlich und blieb liegen.
Adeyemi “hat aber mitbekommen, weshalb er den Ball erobert hat, schießt den Ball freiwillig ins Aus und sagt, er möchte nicht aufgrund einer Verletzung vom Gegenspieler profitieren", erklärte Schiri Siebert.
Der Referee merkte an, dass dies Folgen für das komplette Spiel hätte haben können. "Die Wolfsburger wären wild geworden, wenn Dortmund aus der Verletzung heraus den Vorteil nutzt und das Tor schießt. Dann hätte ich sicherlich eine Rudelbildung gehabt”, sagte er.
Am Ende reichte Borussia Dortmund das Tor von Adeyemi in der 20. Minute für den knappen Heimsieg. In der Tabelle ist das Team von Trainer Niko Kovac Bayern-Jäger Nummer eins. Nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus München lauern die Schwarz-Gelben.