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"Spieler faktisch zu Freiwild erklärt": Chemie protestiert gegen NOFV-Sportgerichtsurteil

kicker

Nach den Ausschreitungen rund um das Regionalligaspiel zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem Halleschen FC am 7. Spieltag (0:0) hat das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) ein hartes Urteil gefällt.

Valon Aliji, der die letzten beiden Spiele bereits wegen einer vom Verband verhängten Vorsperre auf unbestimmte Zeit verpasst hatte, wurde nun für zwei Partien gesperrt und muss darüber hinaus eine Geldstrafe in Höhe von 750 Euro zahlen. Aufgrund der Vorsperre hat der 20-jährige Mittelfeldspieler die Strafe bereits abgesessen.

Deutlich härter hat es Julian Weigel erwischt, der sich - ebenso wie Aliji - gegen die HFC-Chaoten gewehrt hatte. Der 24-jährige Abwehrspieler wurde vom Sportgericht für fünf Pflichtspiele gesperrt. Ab wann die Sperre greift, ist bisher noch nicht bekannt, da Weigel zudem noch auf das Urteil einer weiteren Sperre wartet. Am 8. Spieltag hatte er beim Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt (0:1) bereits in der 2. Spielminute nach einer Notbremse glatt Rot gesehen.

Chemie protestiert: "Unverhältnismäßig und weltfremd"

"Sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, wird die BSG Chemie Leipzig gegen das Urteil gegen Julian Weigel Berufung einlegen", schreibt Chemie auf seiner Webseite und übt im selben Atemzug scharfe Kritik. "Wir kritisieren das Urteil gegen Julian Weigel als unverhältnismäßig und weltfremd und die mündliche Begründung als höchst bedenklich." In der Urteilsbegründung des NOFV-Sportgerichts wird laut Chemie nahegelegt, dass Weigel eine Mitschuld an den Geschehnissen trage und sein Verhalten nach dem Platzsturm der HFC-Chaoten eine Art "Brandbeschleuniger für alles, was danach passiert ist", gewesen sei.

Diesen Vorwurf weist der Regionalligist deutlich zurück und nimmt seinen Spieler in Schutz. "Der NOFV sendet mit diesem skandalösen Urteil ein fatales Signal und erklärt Spieler faktisch zu Freiwild."