Es ist wahrlich eine schwere Saison für die Zweitvertretung des Bundesligisten. Die U 23 des FC St. Pauli steht in der Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz der Regionalliga Nord, lediglich zwei Siege gelangen in den bisher absolvierten 21 Partien, das rettende Ufer ist sieben Punkte entfernt. Mitte September mussten die Kiezkicker zudem die sportliche Verantwortung übertragen: Da Cheftrainer Benny Hoose krankheitsbedingt "bis auf Weiteres" ausfiel, übernahm dessen "Co" Karsten Neitzel zunächst interimsweise den Trainerposten.
Nun ist Hoose wieder einsatzfähig, wird aber nicht auf seinen angestammten Posten zurückkehren, wie die Hamburger kurz vor dem Jahreswechsel vermelden. Denn: "Karsten Neitzel wird das Team auch in der zweiten Saisonhälfte trainieren. Der bisherige U-23-Coach Benny Hoose wird ab Januar 2026 Teil des Trainerteams unserer U 17 sein", heißt es in einer Pressemitteilung.
"Deutlich stabilisiert"
Der Grund: Trotz Rang 18 im Winter sehen die Verantwortlichen eine positive Entwicklung unter Ex-Profi Neitzel, der nach seiner aktiven Laufbahn unter anderem auch schon Holstein Kiel und Rot-Weiss Essen coachte: "Unter Karsten Neitzel hat sich unsere U 23 deutlich stabilisiert und verlorenes Selbstvertrauen zurückgewonnen, deswegen wollen wir den eingeschlagenen Weg mit ihm fortsetzen", sagt Carsten Rothenbach, Sportlicher Leiter der U 23. "Trotz der großen Herausforderung gehen wir optimistisch in die zweite Saisonhälfte, weil wir überzeugt davon sind, dass der Klassenerhalt möglich ist."
Man freue sich, dass Hoose in Zukunft wieder Teil des Nachwuchsleistungszentrums sei, so NLZ-Leiter Benjamin Liedtke. Der 36-Jährige verfüge über viel Erfahrung in der Förderung von Talenten und kenne die Arbeitsweise in der Nachwuchsausbildung des FC St. Pauli bestens. "Deswegen bin ich überzeugt, dass alle Beteiligten von dieser neuen Konstellation profitieren werden", so Liedtke weiter.