Die laufende Saison ist noch jung, doch John Stones fehlen nur noch sieben Premier-League-Einsätze, um seinen Wert aus der vergangenen zu erreichen. Nachdem ihn eine Fußverletzung schon im November ausgebremst hatte, beendeten Probleme mit dem Oberschenkel seine Spielzeit bereits im Februar. Und Stones war so frustriert, dass er daran dachte, seine Karriere zu beenden. Das verriet der Defensivmann von Manchester City der BBC.
"Ich wollte das nicht", aber "ich hatte es satt, so professionell zu sein und zu versuchen, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um dann immer wieder zusammenzubrechen und keine Antworten zu haben. Es war eine sehr schwierige Situation", gab der inzwischen 31-Jährige Einblicke. "Es kommt ein Punkt, an dem man nicht mehr weiß, warum das passiert, und es ist noch schwieriger, wenn man sich so sehr anstrengt oder extrem professionell ist, um spielen zu können."
Seit er 2016 vom FC Everton zu ManCity wechselte, hat Stones nie mehr als 27 Ligaspiele in einer Saison bestritten, die in England eigentlich 38 Spieltage beinhaltet. Nur in vier von neun Spielzeiten überschritt er gar die Marke von 20 Einsätzen, letztmals 2022/23 mit 23. Und vor wenigen Monaten reichte es Stones dann offenbar. "Ich habe darüber nachgedacht, aufzuhören. Meine Emotionen waren hoch. Ich konnte nicht klar denken. Ich glaube nicht, dass ich es tief in meinem Inneren jemals getan hätte."
In dieser Saison stand er schon in fünf Pflichtspielen in der Startelf, meist als Innenverteidiger, nachdem ihn Pep Guardiola in den vergangenen Jahren auch immer wieder im defensiven Mittelfeld eingesetzt hatte - so wie im Champions-League-Finale 2023, mit dem ManCitys das Triple perfekt geworden war. Und auch zum Kreis der englischen Nationalmannschaft gehört Stones erstmals seit einem Jahr wieder.
Im Juni lud Tuchel Stones zur Nationalelf ein - trotz Verletzung
Wobei das streng genommen gar nicht stimmt. Denn Thomas Tuchel, der ihn für das Testspiel gegen Wales (Donnerstag) und die WM-Quali-Partie in Lettland (Dienstag) nominierte, hatte ihn bereits im Juni zurückgeholt - trotz seiner Verletzung. Stones sollte sein individuelles Training bei den Three Lions fortsetzen. "Als er sagte: 'Willst du mitkommen?', war das für mich keine Frage", blickt Stones zurück. "Er hat das aus vielen Blickwinkeln betrachtet. Er wusste, dass ich einsam war und mich in einer schwierigen Lage befand." Gleichzeitig konnte Stones als Vorbild und Ansprechpartner der jüngeren Spieler dienen. "Zu wissen, dass jemand bereit ist zu kommen, zeigt den neuen Jungs sehr deutlich, was England über die Jahre aufgebaut hat." Stones steht bereits vor seinem 84. Länderspiel.