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Stöppel nach Ahlen, Hiltrup auf Trainersuche: "Hat mich kalt erwischt"

kicker

"Es kam äußerst kurzfristig und war für uns völlig überraschend. Mich persönlich hat es kalt erwischt, da ich gerade im Weihnachtsurlaub war", beschreibt Raul Prieto, Sportlicher Leiter des TuS Hiltrup, die letzten Tage. Doch er betont: "Wir haben die Situation gemeistert und sind gut aufgestellt - so können wir deutlich entspannter in die Rückrunde gehen."

Ligakonkurrent RW Ahlen fand nach dem ebenfalls sehr kurzfristigen Abgang von Rene Lewejohann zum 1.FC Bocholt schnell einen Nachfolger - ausgerechnet im Erfolgscoach von Hiltrup: "Wir haben die Situation gemeistert und eine gute Lösung gefunden. So schockierend es war - wir sind gut aufgestellt und können nun deutlich entspannter in die Rückrunde gehen."

Prieto und Stöppel haben über Jahre eng zusammengearbeitet und gemeinsam den Aufstieg vorbereitet und umgesetzt. Dass der 32-Jährige nun vom Münsteraner Stadtteilklub zu seinem Jugendverein wechselt, kann Prieto gut nachvollziehen: "Marcel geht einen Weg, der kalkulierbar ist, aber auch viele neue Herausforderungen bringt. Ich wünsche ihm natürlich von Herzen viel Erfolg in Ahlen."

Mehrere Anfragen nach Abgang

Nach Stöppels Abschied erhielt der TuS Hiltrup mehrere Traineranfragen. Der Verein reagierte jedoch besonnen und betont, ruhig, geschlossen und handlungsfähig zu bleiben. Das dreiköpfige Co-Trainerteam um Mike Scollie führt den Trainingsbetrieb fort, Prieto rückt in Doppelfunktion noch enger in die tägliche Arbeit hinein. "Das Staff-Team genießt mein volles Vertrauen", sagt er. Parallel laufen bereits strukturierte Gespräche über eine Nachfolgelösung. Nichts soll überstürzt werden, eine Entscheidung wird erst getroffen, "wenn sie sportlich wie strukturell überzeugt"

In der Kabine herrschte zunächst Erstaunen, doch durch Gespräche mit Kapitänen und Spielerrat kehrte schnell Ruhe ein. Beim Trainingsauftakt, an dem Prieto aus Spanien per Video zugeschaltet war, wirkte die Mannschaft "sehr gefasst". Der Kader bleibt im Kern zusammen; die Planung war zu rund 85 % bereits vor Weihnachten abgeschlossen. Zahlreiche Gespräche mit Leistungsträgern und verlängerte Verträge zeigen, dass die bestehende Mannschaft auch künftig die Basis des Teams bilden soll. Eine Veränderung ist jedoch sicher: Abwehrchef Joschka Brüggemann, eine der prägenden Figuren der vergangenen Jahre, wird seine Laufbahn im Sommer beenden.

Sportanlage und langfristige Strategie

Während der Alltag in der Oberliga gemeistert wird, arbeitet der Verein im Hintergrund an den langfristigen Rahmenbedingungen. Zwischen 2028 und 2030 soll eine komplett neue Sportanlage entstehen, die aktuelle Traditionsstätte wird dann durch moderne Trainingsmöglichkeiten ersetzt. "Die neue Anlage wird auf Regionalliga-Niveau, schafft Kapazität und Trainingsmöglichkeiten. Wir wollen uns alle Optionen offenhalten, um langfristig zu wachsen", erklärt Prieto.

Sportlich bleibt das Ziel klar: Klassenerhalt ist das Maß aller Dinge. "Wir haben das Potenzial und die Klasse, aber ein bisschen Glück gehört immer dazu", sagt Prieto. In den kommenden Wochen warten zudem zwei emotionale Duelle (davon ein Nachholspiel) gegen RW Ahlen und Stöppel - Prieto kündigt an, dass er "für 90 Minuten die Freundschaft vergisst". Das nächste Meisterschaftsspiel findet am 31. Januar um 16 Uhr beim SC Verl II statt.