Fehlercode: %{errorCode}

Toppmöller: "Klar muss man sagen, dass Kaua da nicht gut aussieht"

kicker

"Wenn man so ein spätes Gegentor bekommt, dann ist es ärgerlich", merkte Rasmus Kristensen nach dem 2:2 bei DAZN an und verwies darauf, dass man das Spiel alles nach der Anfangsviertelstunde kontrolliert habe. "Wir haben nicht so viele Chancen weggegeben und haben mit dem Ball gut gespielt." Umso ärgerlicher sei daher der von Vincenzo Grifo direkt verwandelte Freistoß zum 2:2 kurz vor Schluss. "Natürlich ist es ein schöner Freistoß, aber für uns schon ärgerlich", sagte Kristensen.

Für Jonathan Burkardt waren es gar zu "100 Prozent" verlorene Punkte am Ende. "Es tut weh, so spät den Ausgleich zu bekommen", urteilte der Doppelpacker und ergänzte: "Wir haben das Spiel kontrolliert und kriegen durch zwei mehr oder weniger individuelle Fehler zwei Tore, das ist wirklich ärgerlich." Dennoch hatte der Angreifer auch Positives anzumerken, so habe die in dieser Saison so anfällige Defensive besser ausgesehen - den zwei Gegentoren zum Trotz.

"Wir standen als Mannschaft heute schon deutlich kompakter und haben defensiv nicht viel zugelassen", betonte Burkardt und erläuterte, worauf es ankommt: "Alles in allem ist es die Haltung der Mannschaft: Wie verteidige ich? Läuft jeder zurück? Schmeißt sich jeder nochmal rein? Das ist das alles Entscheidende. In der Hinsicht war es heute ein Schritt nach vorne." Und dennoch fühle es sich ob der Tatsache, dass man eben keinen Dreier eingefahren hat, "jetzt irgendwie blöd an", gab der 25-Jährige zu.

"Gemischte Gefühle" bei Toppmöller

"Gemischte Gefühle" hatte auch Trainer Dino Toppmöller, die dieser gegenüber der ARD verriet. "Wir hatten es uns anders vorgestellt, gehen dann aber mit einem sehr einfachen Ballverlust direkt in Rückstand", sagte er mit Blick auf das frühe 0:1 durch Derry Scherhant und dem vorausgegangenen bitteren Fehlpass von Robin Koch. Dann aber habe sein Team Moral bewiesen. "Wie die Mannschaft zurückgekommen ist, war eine fantastische Reaktion", lobte Toppmöller: "Gegen eine so aggressive und gute Freiburger Mannschaft so zurückzukommen und vor der Halbzeit noch in Führung zu gehen, war schon eine tolle Charakterleistung."

Der 44-Jährige merkte aber auch an, dass man "in der zweiten Halbzeit für mehr Entlastung hätte sorgen müssen. Wir waren nach vorne nicht so gut, wie wir es sonst auf dem Platz bringen können." Dafür sei die Eintracht aber "defensiv brutal stabil" gewesen. Auch wenn das Resultat am Ende aus SGE-Sicht "ärgerlich" sei, so gab es doch "insgesamt viele positive Geschichten", wie etwa den Doppelpack von Burkardt oder das gelungene Startelfdebüt von Aurele Amenda.

Kritik an Kaua Santos

Umso mehr nervte das späte 2:2, das ja auch nur ein Resultat diverser Fehlerketten war. So ging Nathaniel Brown eigentlich unnötig ins Risiko gegen Jan-Niklas Beste, als er den Freistoß verursachte - und dann verspekulierte sich auch noch Keeper Kaua Santos. "Ich habe gesehen, dass der Torwart noch einen Schritt rübergemacht hat. Er hat vielleicht gedacht, dass ich reinflanke", verriet Grifo und meinte, dass das für ihn das Startsignal war, es direkt zu versuchen, denn: "Wenn du dich nicht traust, dann entstehen solche Tore nicht."

„Grifo ist ein Schlitzohr, das hat er gesehen und gnadenlos bestraft.“ (Dino Toppmöller)

Toppmöller nahm Brown diesbezüglich aus der Schusslinie, betonte, dass es verständlich sei, dass man so spät im Spiel und mit schwindenden Kräften mal "All In" geht und ein Foul begeht. Weniger diplomatisch drückte er sich indes bei Kaua Santos aus. "Klar muss man sagen, dass Kaua da nicht gut aussieht", so der Trainer, der mit Blick auf die Zwei-Mann-Mauer auch meinte, dass man "vielleicht den einen oder anderen Spieler mehr in die Mauer" hätte stellen können, aber "in allererster Linie" sei es wichtig gewesen, "das Tor zuzumachen und nicht auf die Flanke zu spekulieren. Grifo ist ein Schlitzohr, das hat er gesehen und gnadenlos bestraft."

Am Ende blieb eine Erkenntnis, wie Toppmöller feststellte: "Wir haben aus wenig zwei Tore gemacht und Freiburg aus noch weniger zwei." Abschließend sagte er noch mit Blick auf den bevorstehenden Champions-League-Kracher gegen den FC Liverpool am Mittwoch (21 Uhr), dass er möchte, dass "wir das Gefühl des Ärgers" aus dem heutigen Spiel mitnehmen und diese "Wut in Energie umwandeln und am Mittwoch ein geiles Spiel machen."