"Es war ein sehr umkämpftes Spiel", meinte Dino Toppmöller bei DAZN nach der Partie. "In der zweiten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, da hatten wir sehr viel Kontrolle in der ersten nicht so. Es gab insgesamt wenig Torchancen, am Ende ein gerechtes Unentschieden", resümierte der Frankfurter Coach.
Nicht zufrieden war der 45-Jährige mit dem Zustandekommen des Gegentors. "Wenn man sich das Tor anschaut - das ist ein Fehlpass, den wir da nie reinspielen dürfen. Das ist keine gute Entscheidung, die wir da treffen und den Ball noch mal ins Zentrum zu spielen", machte der Coach keinen Hehl daraus, was er von Nnamdi Collins' Querpass in den eigenen Strafraum hielt, der Albert Sambi Lokonga das 1:0 regelrecht aufgelegt hatte.
"Am Ende kann Nnamdi da den Ball einfach aus dem Druck rausspielen und diese erste Presslinie überspielen. Mit einem Chip hinter die rote Zone oder einfach hinter die Kette", erklärte Toppmöller, was in dem besagten Moment seiner Meinung nach die bessere Alternative für Collins gewesen wäre.
Nahe dran an der Vorjahresbilanz
Unter die ersten 15 Spiele zur Weihnachtspause zog der Frankfurter Trainer ein durchaus positives Fazit: "Mit 25 Punkten wieder ein sehr gutes halben Jahr in der Bundesliga gespielt. Da lassen wir uns auch nichts anderes einreden, wenn man auch sieht, wie viele Leistungsträger - auch heute wieder - ausgefallen sind", meinte Toppmöller. Tatsächlich hatte die Eintracht 2024/25 zum gleichen Zeitpunkt mit 27 Zählern nur zwei mehr auf dem Konto, stand aber damit auf Platz drei, statt derzeit auf Rang sieben.
Toppmöller nahm auch noch einmal Bezug auf die vielen Verletzungen, mit denen sein Team bislang zu kämpfen hatte. Darunter natürlich die Offensivstars Jonathan Burkardt und Can Uzun, die jeweils länger verletzungsbedingt hatten passen müssen. In Hamburg fehlte mit Fares Chaibi (Afrika Cup) zudem der beste Vorlagengeber.
Auch in der Partie in der Hansestadt ging es munter weiter mit Ausfällen. "Der Zusammenstoß von Rasmus Kristensen und Miro Muheim war ein Schreckmoment", sagte Toppmöller, denn nach dem Zusammenprall, waren beide arg benommen liegen geblieben, Kristensen wirkte sogar kurz bewusstlos. "Rasmus geht es gut. Ausgewechselt haben wir ihn auch wegen Problemen an den Adduktoren", gab er Entwarnung.
Toppmöller hofft auf "neue Energie und Power"
Noch ohne Diagnose fügte Toppmöller an: "Auch Hugo Larsson und Elias Baum mussten wir auswechseln, Mario Götze hatte sich mit einem Infekt abgemeldet". Robin Koch bekräftigte derweil, wie sehr die Ausfälle auch auf die spielfähigen Akteure im Kader Auswirkung gehabt hätten. "Auch denen, die fit sind, aber natürlich sehr viel gespielt haben, tut es gut, jetzt mal ein paar Tage abzuschalten", meinte der SGE-Kapitän.
Und so ist auch Toppmöller nun über die Pause froh und hofft auf Regeneration. "Man hat schon gesehen, dass manche Jungs auf der letzten Rille gelaufen sind. Jetzt können wir ein bisschen durchschnaufen, dann starten wir mit neuer Energie und Power."