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Transfer-Coup: Kruse heuert bei Harnik-Klub Dassendorf an

kicker

In Fußball-Deutschland ist die TuS Dassendorf kein unbekannter Klub. Der neunmalige Hamburger Meister hatte im Oktober 2020 einen echten Transfer-Coup gelandet - und den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Martin Harnik von einem Engagement überzeugt. Kurz nach dem Jahreswechsel sorgt Dassendorf nun erneut für Furore. Mit der Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Max Kruse, der zuletzt für Al-Dersimspor in der Kreisliga kickte.

Dieser werde "künftig Teil unserer Mannschaft sein und uns sportlich unterstützen", heißt es in einem Statement in den sozialen Medien des Vereins. "Seine regionale Verbundenheit sowie seine sportliche Qualität waren zentrale Faktoren für das Engagement", schreibt Dassendorf weiter.

„In Dassendorf ist mein Vater aufgewachsen und zur Schule gegangen, und ich selbst komme ja aus dem Nachbarort.“ (Max Kruse)

"Die Idee, nach Hamburg zurückzukehren, gab es eigentlich schon seit dem Ende meiner aktiven Profikarriere", wird Kruse zitiert: "Umso mehr freue ich mich, dass es nun knapp drei Jahre später endlich geklappt hat. Mit der TuS Dassendorf habe ich dabei absolut die richtige Adresse gewählt. In Dassendorf ist mein Vater aufgewachsen und zur Schule gegangen, und ich selbst komme ja aus dem Nachbarort."

Kruse freue sich schon jetzt auf "richtig geile Oberliga-Spiele in Hamburg. Besonders freue ich mich auf die Mannschaft und hoffe, dass ich den Jungs noch helfen kann, damit wir gemeinsam an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Außerdem freue ich mich mega, noch einmal mit Martin zusammenzuspielen. Das wird definitiv ein Highlight."

"Max kommt nicht wegen eines Namens oder der Aufmerksamkeit zu uns"

Für Werder Bremen spielten Harnik und Kruse einst Seite an Seite. Nun sollen sie den Gegnern in Hamburg das Fürchten lehren. "Ich freue mich sehr, dass wir einen Spieler wie Max für uns gewinnen konnten", sagt TuS-Sportchef Hakan Karadiken: "Max kommt nicht wegen eines Namens oder der Aufmerksamkeit zu uns, sondern weil er Lust auf Fußball hat und der Mannschaft helfen will. Uns war von Anfang an wichtig, dass alles ruhig, mannschaftsdienlich und professionell abläuft. Genau diese Haltung bringt Max mit. Der Fokus liegt klar auf dem Sportlichen."

Überstürzen wolle man dabei nichts. "Max wird schrittweise über das Training in unser Team integriert und soll seine Erfahrung sowohl auf als auch neben dem Platz einbringen", gibt Karadiken die Marschroute vor: "Für uns ist dieses Engagement zugleich ein positives Signal über den sportlichen Bereich hinaus. Die erhöhte Aufmerksamkeit wollen wir gezielt nutzen, um unseren Verein nachhaltig weiterzuentwickeln - stets mit der Mannschaft und dem Fußball im Mittelpunkt."

Zum aktuellen Zeitpunkt liegt Dassendorf auf Rang 3 der Oberliga Hamburg. Drei Punkte hinter dem Eimsbütteler TV (ein Spiel mehr absolviert), der am 30. Januar der erste Gegner im neuen Jahr sein wird. Tabellenführer ETSV Hamburg (eine Partie weniger als Dassendorf) hat derzeit fünf Punkte mehr auf dem Konto.