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Tresoldi-Flirt mit Gattuso? "Wir sollten das Thema nicht zu groß machen"

kicker

Er ist nur einer von vielen Spielern, die sich die Wahl, für welche A-Nationalmannschaft sie später mal auflaufen wollen, während ihrer Zeit bei der deutschen U-21-Nationalmanschaft noch offen lassen: Nicolo Tresoldi geht es da aus dem aktuellen Jahrgang genauso wie etwa Mio Backhaus (der für Japan auflaufen könnte), Paul Wanner (für Österreich), Nelson Weiper, Brajan Gruda (beide Albanien) oder anderen.

Beispiele aus der jüngeren und späten Vergangenheit gibt es ebenfalls mehrere: Jens Castrop (Südkorea) Marton Dardai, Willi Orban (beide Ungarn), Cenk Tosun (Türkei) … Bei Tresoldi, dem Sohn eines Italieners und einer Argentinierin und geboren in Cagliari auf Sardinien, käme also künftig noch ein Verbandswechsel nach Italien infrage.

Dazu wurde der Angreifer nun kürzlich rund um das Champions-League-Spiel mit seinem Verein Club Brügge bei Serie-A-Klub Atalanta Bergamo (1:2) passenderweise von Sky Sports Italia befragt - und ließ den Spekulationen mit seinen Worten zumindest freien Lauf.

Tresoldi: "Wenn Gattuso mit mir sprechen möchte …"

"Die Regeln erlauben es und mein Telefon ist eingeschaltet. Wenn Gattuso mit mir sprechen möchte, würde mich das sehr freuen", sagte der 21-Jährige, adressiert an den italienischen Nationalcoach Gennaro Gattuso. Und der dürfte Tresoldis Entwicklung seit seinem Wechsel im Sommer aus Hannover nach Belgien auch schon registriert haben.

Mit fünf Pflichtspieltreffern und drei Assists hat sich der Stürmer mittlerweile bestens eingefunden, nachdem er vor rund einem Monat noch über Startschwierigkeiten gesprochen hatte - im Anschluss an seinen Dreierpack beim 5:0-Sieg der deutschen U 21 gegen Lettland. Deren Cheftrainer Antonio Di Salvo wurde am Montag nun auch mit den Aussagen seines Angreifers konfrontiert - und spielte die Angelegenheit eher runter.

"Ich glaube, dass wir das Thema nicht so groß machen sollten, weil er einfach ein Interview geführt hat und danach gefragt wurde", erklärte der 46-Jährige. Di Salvo habe seit den Aussagen zwar nicht mehr mit Tresoldi gesprochen, berichtete er, allerdings habe vor "circa zehn bis 14 Tagen" ein Austausch zwischen beiden stattgefunden, bei dem der Angreifer beteuerte, dass "er sich extrem wohlfühlt bei der U 21".

Di Salvo will das Gespräch suchen

Was ja wiederum einen Wechsel auf A-Nationalmannschaft-Ebene nicht ausschließt. Letztlich betonte Di Salvo - wie bei allen möglichen Kandidaten mit einer weiteren Staatsbürgerschaft -, "dass der DFB sich um jedes Talent bemüht. Das ist nicht nur bei ihm so - und am Ende müssen wir die Entscheidung dann akzeptieren".

Trotzdem habe sich für Di Salvo bei Tresoldi auch durch das Interview "keine neue Situation ergeben", erläuterte der Coach: "Wenn er danach gefragt wird, ob er sich freuen würde, wenn Gattuso anruft, dann ist es so. Genauso wie er sich freut, wenn ich anrufe oder Julian (Bundestrainer Nagelsmann, d. Red) anruft."

Den aktuellen U-21-Lehrgang wolle Di Salvo, der qua Vita bekanntlich einen "engen Draht" zum Angreifer hält, jedenfalls nutzen, "mit ihm mal persönlich über die Situation zu sprechen".