Die größte Chance auf ein Tor hatten die Köpenicker bereits in der zehnten Minute. Andrej Ilic trat zum Elfmeter an, doch scheiterte an Hamburgs Daniel Heuer Fernandes. Ansonsten war der HSV beim 0:0-Unentschieden besonders im ersten Durchgang tonangebend.
"Ich glaube, dass wir es in der ersten Halbzeit nicht geschafft haben, die Inhalte so umzusetzen, wie wir uns das vorgestellt haben", gab Kapitän Trimmel am DAZN-Mikrofon zu. In der Tat hatte der FCU Probleme: 69 Prozent Ballbesitz zur Pause pro Hamburg, dazu mehr Torschüsse für den Gegner. Von Union kam wenig, sodass der Elfmeter-Fehlschuss umso mehr ins Gewicht fiel.
"Das Pressing war nicht gut, da hat ein bisschen was gefehlt - auch die Energie am Platz." Das sah Bönig genauso: "Wir hatten wenig Zugriff, es war nicht diese Energie und Power zu sehen." Der langjährige Union-Co-Trainer vertrat seinen gesperrten Chef Steffen Baumgart an der Seitenlinie und gab "gerne zu, dass ich auch angespannt war vor dem Spiel".
Bönig: "Wir müssen uns sicherlich nicht schämen"
Ansonsten analysierte der 44-Jährige das Spiel genauso nüchtern wie Trimmel und stimmte mit seinem Kapitän auch bei der Meinung zur zweiten Halbzeit überein. Beide sprachen von einer verbesserten Leistung, kehrten aber nicht unter den Tisch, "dass du froh sein musst, dass du einen Punkt mitnimmst", so Trimmel.
"Wir haben es leider über 90 Minuten nicht komplett umsetzen können, deswegen sind wir schon einen Ticken enttäuscht", ergänzte Bönig. Nicht ohne auf die ordentliche Bilanz nach fünf Spieltagen zu verweisen: "Wir müssen uns sicherlich nicht schämen, nach fünf Spielen sieben Punkte auf dem Konto zu haben." Trimmel sieht, dass "etwas zusammenwächst. Ich glaube, dass wir mit Ausnahme der zwei Niederlagen ganz gute Spiele abgeliefert haben. Man muss uns Zeit geben, ich bin nicht so unzufrieden."
Nach der ergebnisschwachen Vorbereitung dürfte der Saisonstart die Verantwortlichen zufrieden stellen. Am kommenden Samstag sind die Köpenicker ab 15.30 Uhr (LIVE! bei kicker) bei Bayer 04 Leverkusen zu Gast.