Dass das 1:1 im Derby gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden Anfang November das letzte Pflichtspiel unter Artur Zimmermann sein würde, damit hatten im Lager des TSV Wetschen wohl die wenigsten gerechnet. Noch vor wenigen Monaten war der 41-jährige Übungsleiter als Aufstiegsheld gefeiert worden, nachdem er den TSV mit der souveränen Meisterschaft in der Landesliga Hannover in die Oberliga Niedersachsen geführt hatte.
Jene Euphorie ist beim Liga-Neuling mittlerweile verflogen. Wetschen überwintert unter dem Strich. Ausschlaggebend dafür waren sieben sieglose Spiele in Folge, wobei man neben dem erwähnten Derby-Remis auch dem Titelaspiranten Atlas Delmenhorst ein spektakuläres 3:3 abtrotzte. Diese vereinzelten Lichtblicke wurden jedoch von viel Schatten überlagert - etwa vom ernüchternden 1:6 gegen Spelle-Venhaus oder dem Pokal-Aus gegen Liga-Konkurrent Egestorf-Langreder. Hinzu kam eine Serie von Spielausfällen, die für den TSV eine vorzeitige Winterpause bedeutete.
Neuer Impuls
Zu Wochenbeginn gab der Oberligist bekannt, dass man ohne Zimmermann aus dieser Pause zurückkehren wird. Bei den Verantwortlichen war laut übereinstimmenden Medienberichten zuletzt der Wunsch nach einer Veränderung auf dem Trainerposten gereift, um den häufig zitierten "neuen Impuls" zu setzen.
Die Trennung nach eineinhalb Jahren Zusammenarbeit erfolgte ohne böses Blut und in gegenseitigem Respekt. Zimmermann könne die "sehr schwierige Entscheidung", wie es von Vereinsseite gegenüber FuPa formuliert wurde, nachvollziehen.
Wie es auf dem Trainerposten nun weitergeht, ist noch ungeklärt. Für die Suche nach einem passenden Nachfolger haben die Verantwortlichen in der rund dreimonatigen Winterpause jedoch ausreichend Zeit.