Natürlich musste es Mohamed Salah sein, der seinen Ägyptern das Ticket zur Endrunde der WM 2026 sicherte. Der Superstar vom FC Liverpool erzielte zwei Treffer zum 3:0-Sieg bei Fußballzwerg Dschibuti, womit er die vierte Teilnahme (nach 1934, 1990 und 2018) der Pharaonen an einer WM-Endrunde perfekt machte. Übrigens gelang ihm dies bereits zum zweiten Mal, denn schon 2017 hatte Salah im vorletzten Qualifikationsspiel die entscheidenden beiden Tore gegen Kongo erzielt und sein Team damit zum Turnier nach Russland 2018 gebracht.
Zweifellos sind Salahs herausragende individuelle Klasse sowie seine neun Tore und drei Assists die wohl wichtigsten Faktoren dieser souveränen Qualifikation gewesen. Gerade in kritischen Momenten während der Spiele macht der 33-Jährige mit Hilfe seiner enormen internationalen Erfahrung den Unterschied zugunsten seines Teams aus. Das geht weit über seine Treffsicherheit hinaus. Salahs Charisma überträgt sich auf die Mannschaft und hebt ihre Moral. Der Kapitän ist ihr Motor, ihre Inspiration und ihr Erfolgsgarant. Er verkörpert Führungsstärke, taktische Intelligenz sowie außergewöhnliche Leistungskonstanz.
Salah ist nicht nur Torjäger, sondern fungiert auch als Verbindungsglied zwischen Mittelfeld und Angriff. Und diese Vielseitigkeit ermöglicht es Nationaltrainer Hossam Hassan, verschiedene Offensivstrategien einzusetzen. Taktisch nutzt Salah seine Fähigkeit, Räume zu erkennen, seine cleveren Laufwege zwischen den Linien und seine Ruhe im Abschluss, um in engen Spielsituationen Chancen zu kreieren und zu verwerten. Er zieht die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich und schafft dadurch wichtige Freiräume für seine Teamkollegen.
Marmoush fliegt für die Feier nach Kairo
Einer der wichtigsten ist Omar Marmoush. Der Profi von Manchester City fehlte zwar mehrmals im Laufe der Qualifikation wegen Verletzungen und erzielte nur ein Tor, hatte sich insgesamt jedoch als kongenialer Partner Salahs erwiesen und mit starken Leistungen ebenfalls einen entscheidenden Anteil am ägyptischen Erfolg. Der Ex-Frankfurter wurde für die Feierlichkeiten am Sonntag rund um das abschließende, bedeutungslose Spiel gegen Guinea-Bissau (1:0) eigens nach Kairo eingeflogen.
Salah erhielt eine Pflichtspielpause, wurde aber von den Fans gefeiert. Auch für einen neuen Rekord: Mit 19 Toren löste er Didier Drogba (Elfenbeinküste) und Samuel Eto’o (Kamerun) als bester Torschütze in Afrikas WM-Quali-Historie ab.