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Umbruch auf und neben dem Platz: Bekommt Weiden im Keller das Licht noch einmal angeknipst?

kicker

Der Einschnitt kam früh, aber er war die Konsequenz einer Entwicklung, die sich bereits über Wochen abgezeichnet hatte. Nach 13 Spieltagen trennte sich Teutonia Weiden von Trainer Sawwas Panagiotidis. Der 39-Jährige hatte die Mannschaft erst im Sommer übernommen - unter Voraussetzungen, die den Neustart von Beginn an erschwerten.

Die Trainersuche verlief bereits vor Saisonbeginn nicht reibungslos. Ursprünglich hatte Teutonia Weiden André Wolff als neuen Cheftrainer eingeplant. Das Vorhaben zerschlug sich jedoch kurzfristig, da Wolff eine Doppelrolle anstrebte und parallel auch beim SV Eilendorf tätig bleiben wollte. Diese Konstellation kam nicht zustande. In der Folge übernahm Sawwas Panagiotidis den Posten - mit wenig Vorlaufzeit und unter den Vorzeichen eines umfassenden personellen Umbruchs.

Leistungsträger wechselten zum VfL Vichttal

Dieser fiel zudem größer aus als erwartet. Nach dem 11. Platz der Vorsaison verlor Weiden im Sommer insgesamt 18 Spieler. Mit Stürmer Niklas Valerius, Linksverteidiger Canel Cetin und Rechtsaußen Yassine Ali Gnondi verließen alleine drei wichtige Leistungsträger den Verein zum direkten Konkurrenten VfL Vichttal.

Was als bewusster Neuanfang geplant war, entwickelte sich rasch zu einer Belastungsprobe. Sportlich spiegelte sich das früh wider. Nach 13 Spieltagen standen lediglich zwei Siege und drei Unentschieden zu Buche. Besonders problematisch war die fehlende Durchschlagskraft: Mit nur elf erzielten Treffern stellte die Teutonia die schwächste Offensive der Liga. In mehreren Spielen blieb die Mannschaft lange im Spiel, konnte enge Phasen jedoch selten zu ihren Gunsten entscheiden.

Die Trennung von Sawwas Panagiotidis im Anschluss an die 2:3-Niederlage im direkten Kellerduell gegen den FC Hennef war nicht die unmittelbare Reaktion auf ein einzelnes Spiel, sondern das Ergebnis einer über mehrere Wochen anhaltenden Negativserie.

Parallel zur sportlichen Krise veränderte sich auch die Struktur im Verein. Anfang Oktober zog sich Meik Kühnel aus dem operativen Tagesgeschäft zurück, Keskin Kilic, zuvor beim Landesligisten SV Kurdistan Düren und zuletzt beim B2-Kreisligisten Rhemania Mariaweiler tätig, übernahm die Rolle des Sportlichen Leiters. Zuständigkeiten wurden neu verteilt - mitten in einer Phase, in der sportliche Antworten dringend gebraucht wurden.

Dönmez und Kohl kennen die Anforderungen

Die Trainerfrage wurde nach der Trennung von Panagiotidis zügig gelöst. Mit Ercüment Dönmez als Cheftrainer und Frank Kohl als Co-Trainer entschied sich Teutonia Weiden bewusst für eine interne, Liga-erfahrene Lösung.

Dönmez hatte zuletzt die U 18 des 1. FC Düren betreut und arbeitete dort mit Spielern im Übergangsbereich zum Seniorenfußball. Frank Kohl war zuvor Co-Trainer der Mittelrheinliga-Mannschaft des 1. FC Düren. Die ersten Wochen unter dem neuen Trainerteam brachten jedoch noch keine Trendwende. Beim SSV Merten verlor Weiden trotz ordentlicher Leistung spät mit 0:1. Beim Hinrunden-Abschluss folgte eine deutliche 0:4-Heimniederlage gegen die SpVg Frechen 20.

Ob der eingeschlagene Weg mit neuer sportlicher Führung und neuem Trainerteam trägt, wird sich erst in der Rückrunde zeigen.