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"Umso schwieriger, das zu akzeptieren": Grifo ärgert Reservistenrolle

kicker

Es lief die 87. Spielminute, Freistoß für den SC Freiburg und Vincenzo Grifo verwandelte in bekannter Manier sehenswert direkt zum 2:2 - es war der Endstand und damit der Punktgewinn für die Breisgauer gegen Eintracht Frankfurt. Für den Italiener war es ein toller Moment und auch eine kleine Genugtuung, hatte er doch erstmals in der laufenden Saison nicht in der Startelf gestanden. "Ich war mega glücklich", sagte der 32-Jährige, der diesmal Derry Scherhant den Vortritt hatte lassen müssen und erst in der 75. Minute eingewechselt worden war, bei DAZN. "Wenn du von der Bank kommst, dann hast du nicht so viele Situationen - ein Freistoß ist dann umso schöner."

"Ich fühle mich sehr gut und sehr fit", sagte er und betonte, dass er "natürlich immer auf dem Platz stehen möchte" und es ihn "sehr, sehr sauer" mache, wenn er das eben nicht tut. "Ich bin noch in der Verfassung und ich will auf dem Platz stehen", unterstrich Grifo und gab zu, dass es kein schönes Gefühl war, zu erfahren, dass er nicht zu Beginn auflaufen würde. "Wenn der Trainer dann zu dir kommt und sagt, du darfst heute nicht starten - nach der Länderspielpause, wo du auch ein bisschen Kraft getankt hast - ist das umso schwieriger, das zu akzeptieren."

Schuster: "Richtig so, ihm soll es nicht passen"

SC-Trainer Julian Schuster nahm es seinem Schützling nicht krumm, dass sich dieser über die Ausbootung geärgert hatte. "Ich kenne keinen Spieler, dem das passt", sagte Schuster und meinte: "Es ist auch richtig so, ihm soll es nicht passen." Der 40-Jährige findet den Konkurrenzkampf und eine tiefe Bank wichtig und gut. "Die Jungs sind so heiß - das hilft uns, da ist so viel Energie drin. Es ist nicht so, dass ich schlaflose Nächte habe, aber es beschäftigt mich schon sehr, wer von Anfang an spielen darf."

Gegen die Eintracht war es eben Scherhant, der das Vertrauen auch direkt mit dem frühen 1:0 zurückzahlte. "Ich bin ein fairer Sportsmann. Derry hat es verdient, er hat es sehr gut gemacht, ist sehr gut reingekommen", lobte dann auch Grifo seinen Mitspieler und Konkurrenten, wohl wissend, dass er selbst mit seinem direkt verwandelten Freistoß ein starkes Argument für sich geliefert hatte. Das sei schließlich "genau die richtige Antwort" gewesen.

Schuster jedenfalls dürften beide Treffer freuen, denn wie er sagte, "muss uns das auch auszeichnen, dass wir von der Bank reagieren und auch Tore erzielen können." Auf jeden Fall dürfte er nun für das anstehende Europa-League-Duell gegen den FC Utrecht am Donnerstag (21 Uhr) erneut die Qual der Wahl haben.