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Unruhiger als gedacht: Die SG Barockstadt setzt auf die Herbst-Euphorie

kicker

Die vierte Regionalligasaison in der Vereinsgeschichte der 2018 gegründeten SG Barockstadt ist bislang die komplizierteste. Nach den Endplatzierungen elf, sieben und zehn rangiert die SGB zur Winterpause auf Platz 13.

Beim Blick auf das große Ganze bleibt hängen, dass nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen schon früh zu erkennen war, in welche Richtung die Saison verlaufen würde. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Mit acht Unentschieden im weiteren Verlauf mauserten sich die Osthessen gemeinsam mit Homburg zu den Remiskönigen der Regionalliga Südwest. Kurz vor der Winterpause jedoch blühte Barockstadt förmlich auf, gewann drei Partien in Folge und sprang damit erstmals aus der Abstiegszone - aufgrund möglicher Absteiger aus der 3. Liga könnten bis zu fünf Teams aus der Regionalliga absteigen. Dabei hatten der Verein sowie Trainer Daniyel Cimen nach einem Kaderumbruch im Sommer eine ruhigere Saison angestrebt, nachdem Barockstadt am Ende der vergangenen Spielzeit aus einem sicheren Mittelfeldplatz noch in den Abstiegsstrudel geraten war.

Abstiegskampf bald erledigt?

Dabei zeigt sich in den Ergebnissen, dass die Gelegenheit zu einer besseren Punktausbeute durchaus gegeben war. Die SGB erlebte viele enge Spiele, konnte die Fifty-Fifty-Begegnungen jedoch kaum auf die eigene Seite ziehen. Das erkannte auch Cimen, der jedoch nicht haderte, sondern vielmehr die Sinne schärfte. Hätte sein Team zwei der acht Unentschieden in Siege gemünzt, würde Barockstadt im oberen Tabellendrittel stehen. Mit einem guten Start nach der Winterpause und der Euphorie, mit welcher die Mannschaft in diese Pause gegangen ist, kann das Thema Abstiegskampf rasch erledigt sein.

Ein Pfund ist nach wie vor die Defensive. Mit Mainz II und Homburg stellen die Osthessen die drittbeste Abwehr der Regionalliga Südwest - trotz des sechstletzten Rangs im Tableau. Hingegen drückt der Schuh in der Offensive: 32 Treffer bedeuten einen Platz im unteren Drittel. Auch die Auftritte vor heimischem Publikum begeisterten zu wenig, lediglich zwei Dreier sahen die Zuschauer im Stadion der Stadt Fulda. Ein unterdurchschnittlicher Wert mit Blick auf die bisherigen Spielzeiten Barockstadts in Liga vier. In der Fremde hingegen lief es besser: Vier Siege und vier Remis bedeuten Rang 4 zur Winterpause in der Auswärtstabelle.

Auf Neuerungen innerhalb der Mannschaft verzichtet der Klub in der Winterpause - Stand jetzt. Dass sich bei Barockstadt nach dem Karriereende von Kapitän Patrick Schaaf die Hierarchien neu bilden mussten, lässt Leon Pomnitz, Stellvertreter des jetzigen Kapitäns Marius Grösch, durchblicken: "'Schaafi' hat die Rolle des Kapitäns auf eine unnachahmliche Art geprägt. Es war von Anfang an klar, dass niemand die Rolle von Patrick eins zu eins ersetzen kann." Dass sich der Erfolg vor der Winterpause einstellte, habe mit dem Teamgedanken zu tun. "Jeder Spieler muss sein eigenes Ego hinten anstellen, der Teamerfolg muss im Fokus stehen", betont Pomnitz und empfiehlt allen Spielern in der Vorbereitung, Vollgas zu geben: "Es hat sich in den vergangenen Wochen ein Kern herauskristallisiert. Den braucht es, um erfolgreich zu sein. Aber niemand ist außen vor, jeder kann sich permanent beweisen."