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"Unterschiedsspieler" Maciejewski: Über Luckenwalde zurück in den Profifußball?

kicker

Die Regionalliga Nordost ist für viele Spieler eine wichtige Plattform, um sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Für Tim Maciejewski bietet der FSV Luckenwalde in der Spielzeit 2025/26 nun genau diese Chance. Der gebürtige Berliner hat sich bewusst für den Schritt Richtung Luckenwalde entschieden. "Wenn man rein auf das Blatt Papier schaut, kann man es als Schritt zurück sehen. Ich habe aber hier mein gewohntes Umfeld, kann gut performen und die Station als Sprungbrett nutzen", so Maciejewski. "Stand jetzt, ist es für alle Seiten eine Win-win-Situation."

Die Entscheidung von Maciejewski, in der vergangenen Sommerpause von Ligakonkurrent SV Babelsberg 03 in Richtung Luckenwalde zu wechseln, scheint sich bislang ausgezahlt zu haben. Nach Ablauf der ersten Halbserie stehen für den 24-Jährigen bereits sechs Treffer sowie vier Vorlagen zu Buche - dies macht insgesamt zehn Scorerpunkte für den 1,86 Meter großen Fußballer. "Sowohl für mich persönlich als auch für das Team ist es eine gelungene Runde gewesen", bilanzierte der Offensivakteur.

In der Tabelle sind die Brandenburger mit 26 Punkten nach 18 Partien Neunter. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz sind es derzeit für die Luckenwalder neun Zähler Vorsprung. "Wir wollen so früh wie möglich den Klassenerhalt eintüten. Dann sind alle im Verein glücklich. Der Rest ist Bonus", sagt Maciejewski.

Sieben Bundesligaminuten

Dabei hat der Offensivkicker, der einst beim SC Staaken mit dem Fußball begann, in seiner Karriere trotz des jungen Alters schon viel erlebt. Ausgebildet bei Hertha BSC und Union Berlin, durfte Maciejewski in der Saison 2020/21 für die Eisernen sieben Bundesligaminuten schnuppern. Beim 5:0-Heimsieg der Köpenicker gegen Arminia Bielefeld gab Maciejewski sein Debüt im deutschen Oberhaus. Dabei sollte es allerdings vorerst bleiben. "Das ist eine schöne Erinnerung, und ich finde es persönlich als Ansporn, irgendwann da wiederzustehen, auch wenn es ein weiter Weg ist", meint Maciejewski.

In der Folge kickte er zudem für Austria Klagenfurt, schaffte mit dem Verein den Aufstieg in die österreichische Bundesliga, sowie für Drittligist SV Sandhausen, ehe es über Babelsberg nach Luckenwalde ging. Aufgrund der Kooperation mit Union Berlin finden sich einige Akteure im Kader des FSV wieder, die eine Vergangenheit bei den Eisernen haben.

FSV-Trainer Michael Braune hat zudem einen Ruf dafür, jungen Spielern eine Plattform zu bieten, sich sportlich weiterzuentwickeln. Das Spielsystem der Brandenburger setzt dabei auf Ballbesitz und aktives Agieren. "Mir kommt der fußballerische Ansatz und das Spielsystem entgegen", meint Maciejewski, der sich vor allem auf der "Rechtsaußenposition im Halbraum in Richtung zehn" am wohlsten fühlt. "Ich bin da aber variabel."

"Absoluter Unterschiedsspieler"

Trotz des derzeitigen Engagements in der 4. Liga hat er den Blick in Richtung Profifußball nicht verloren. "Das ist auf alle Fälle mein Ziel", so der Luckenwalder mit der Rückennummer 27. Für FSV-Sportchef Hendrik Brösel kann der Offensivspieler ein "absoluter Unterschiedsspieler" sein, wie er sagt. "Tim liefert Woche für Woche ab, arbeitet hart an sich selbst und hat einen hohen Anspruch an sich. Wir wissen, dass wir sicherlich nicht seine erste Wahl waren, können mit dieser Rolle als Verein aber umgehen und akzeptieren dies."

Sorgen, dass sich der Luckenwalder Topscorer in der Winterpause bereits verabschieden könnte, gibt es aktuell nicht. "Wir sind da entspannt, wissen aber, dass er zur rechten Zeit seinen nächsten Schritt machen wird. Es gilt in der Rückrunde, für beide Seiten das Maximale herauszuholen", sagt Brösel und ergänzt: "In der 3. Liga kann er definitiv spielen." Doch vorher gilt es für Maciejewski in der zweiten Saisonhälfte, die Plattform Regionalliga Nordost zu nutzen.