Zwei Pflichtspielsiege in Folge: Dies konnte Regionalligist BFC Dynamo jetzt zum ersten Mal in der Saison 2025/26 schaffen. Dem 1:0-Heimsieg in der Liga gegen den FSV Zwickau folgte zuletzt ein 3:1-Erfolg in der dritten Runde des Berliner Landespokals gegen Berolina Stralau aus der siebtklassigen Landesliga. "Diese Statistik zählt für mich aber nicht. Da will ich die Wettbewerbe trennen", sagt BFC-Coach Dennis Kutrieb. Vielmehr freut sich der 45-Jährige, dass seine Mannschaft zuletzt in den beiden Ligaspielen gegen Zwickau und zuvor gegen die VSG Altglienicke (0:0) ohne Gegentreffer blieb: "Das ist lobenswert. Man sieht in der Liga, wie wenig Gegentore die Spitzenteams kassieren. Das ist der Schlüssel."
Damit konnten die Hauptstädter nach dem durchwachsenen Saisonstart weiter Selbstvertrauen tanken. Zumal es gar das dritte Match in Serie ohne Niederlage war. "Mit der Art und Weise unseres Spiels gegen Stralau war ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht ganz so", analysiert Kutrieb. Nach knapp einem absolvierten Drittel in der Meisterschaft findet sich der einstige DDR-Rekordmeister auf Tabellenplatz zwölf wieder, sammelte in elf Partien zwölf Punkte (drei Siege, drei Remis, fünf Niederlagen). "Bei uns sind viele Unwägbarkeiten direkt früh in der Saison und alle auf einmal aufgetreten", so der BFC-Coach. "Diese Häufigkeit an Verletzungen war schon außergewöhnlich. Wir sind nach einem extrem schwierigen Start auf einem guten Weg. Wir wollen diesen nun fortsetzen."
Dadashov bricht weg
Doch helfen kann dabei in Zukunft erstmal Kapitän Rufat Dadashov nicht. Der 34-Jährige verletzte sich im Ligaspiel gegen die VSG am Knie. "Da müssen wir Geduld haben. Ich habe leise Hoffnungen, dass wir ihn in 2025 noch wieder auf dem Platz sehen", so der BFC-Coach. Dies wird bei Can Karatas nicht der Fall sein, der sich gegen den Greifswalder FC einen Kreuzbandriss zuzog, aber bereits erfolgreich operiert wurde. Ebenso müssen die Hauptstädter weiter auf Amiro Amadou verzichten. Mittlerweile lichtet sich jedoch das Lazarett leicht beim BFC und im Pokalduell gegen Stralau kamen sowohl Americo Jose Soares Das Neves als auch Enrique Miguel Pereira da Silva zum Einsatz und gaben ihr Comeback. Ebenso nahm Valdemar Sadrifar auf der Bank Platz.
Im Training befinden sich nach ihren Verletzungen auch schon wieder Jan Shcherbakovski sowie John Liebelt. Dies eröffnet Kutrieb neue Möglichkeiten - sowohl in den Trainingseinheiten als auch in der Aufstellung für die Pflichtspiele. "Damit können Spieler auf ihre angestammten Positionen zurückkehren und wir können deren Stärken noch besser ausspielen", erklärt der BFC-Trainer. So war etwa Offensivakteur Willi Reincke zuletzt als Rechtsverteidiger im Einsatz. Auch Ivan Knezevic ist nicht auf der Position des Sechsers zu Hause, agiert weiter vorne. Zudem führte Kutrieb die positiven Entwicklungen von Moritz Polte, Dominik Pestic und Tim Windsheimer an: "Sie haben in der schwierigen Zeit viel gegeben."
"Kein Selbstläufer"
Nun wollen sich die Berliner auch weiter punktetechnisch belohnen und in der Liga eine Aufholjagd starten - und somit die eigene Statistik weiter ausbauen. Immerhin könnte BFC mit einem Sieg gegen Schlusslicht Hertha 03 Zehlendorf am Samstag auch erstmalig in der Meisterschaft in der aktuellen Serie zwei Siege am Stück feiern. "Es ist nicht so einfach, im Stadion Lichterfelde zu spielen. Zumal es seit dem Trainerwechsel bei Hertha 03 strukturelle Veränderungen gibt. Es wird kein Selbstläufer", erklärt Kutrieb.