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Viel Zuversicht und Jobgarantie für Stamm: Gonther nimmt Arbeit in Dresden auf

kicker

Offiziell hat er seinen Dienst erst an Neujahr angetreten. Doch kurz vor seiner Vorstellung war klar, dass Dresdens neuer Sport-Geschäftsführer Sören Gonther schon ein paar Tage länger seine Finger im Spiel hat. Fast auf einen Schlag verkündete die SGD am Freitag die Leihen von Jonas Sterner (aus Hannover), Thomas Keller (von Heidenheim) und Robert Wagner (aus Freiburg). "Das ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Wir können glücklich sein, dass wir zum Trainingsstart schon viele neue Jungs begrüßen dürfen", meinte Gonther auf seiner Antrittspressekonferenz.

Dass er zurück ist in Dresden, wo er zwischen 2017 und 2019 22-mal für die SGD auflief, findet der neue Dynamo-Geschäftsführer "etwas ganz Besonderes". Gonther war einer von rund 80 potenziellen Kandidaten für die Nachfolge des im November entlassenen Thomas Brendel, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Ziegenbalg den Auswahlprozess. Im Finale der letzten drei Bewerber habe sich der Aufsichtsrat schließlich für den 39-Jährigen entschieden, der zuvor in gleicher Funktion bei Regionalligist Hessen Kassel tätig war. Gonther habe "mit seinen Ideen rund um unseren Verein überzeugt", so Ziegenbalg. Dessen Stellvertreter Michael Born fügte hinzu: "Ausschlaggebend waren seine Vision, seine Expertise und sein großes Netzwerk."

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft in die Rückrunde schicken werden.“ (Sören Gonther, Dresdens neuer Sport-Geschäftsführer)

Er sei von der 1. bis zur 4. Liga sehr gut vernetzt, gibt auch Gonther zu, das habe er sich schon zu seiner aktiven Zeit vorausschauend aufgebaut. Umso mehr freut es ihn, dieses Netzwerk nun bei Dynamo Dresden einzubringen: "Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und brenne dafür. Ich bin überzeugt, dass ich sowohl kurzfristig als auch langfristig helfen kann."

Weitere Transfers "in den nächsten Tagen"

Die Themen, die es abzuarbeiten gilt, sind dem neuen Sport-Geschäftsführer klar. Die SGD überwintert in der 2. Liga mit nur 13 Punkten und der roten Laterne in der Hand, vier Zähler beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer. Um nach einer enttäuschenden Hinrunde noch den Klassenerhalt zu schaffen, braucht der Kader dringend Verstärkung. Erste Neuzugänge sind seit Freitag da, außerdem verließ Aljaz Casar den Verein gen Duisburg. Doch Gonther kündigte an, "in den nächsten Tagen weiter aktiv" werden zu wollen. "Es ist noch früh im Januar, sodass auf beiden Seiten noch Bewegung möglich ist."

Auf einer Position setzt der Neue bei Dynamo dagegen auf Kontinuität, am Stuhl des Trainers wird Gonther (vorerst) nicht rütteln. "Er ist ein sehr guter Trainer, hat gezeigt, dass er Spieler entwickeln kann. Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass Thomas Stamm unser Trainer bleibt."

Überhaupt findet der 39-Jährige die Ausgangslage der Sachsen alles andere als aussichtslos: "Ich habe selber mit St. Pauli einmal im Winter 13 und einmal elf Punkte Rückstand gehabt und da haben sie auch alle den Abgesang gesungen. Und wir haben es trotzdem noch geschafft." In der Hinrunde habe bei der SGD außerdem in vielen Spielen nicht viel gefehlt. "Insofern bin ich fest davon überzeugt, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft in die Rückrunde schicken und am Ende der Saison über dem Strich stehen werden", machte Gonther den SGD-Anhängern neuen Mut.