Andrin Hunziker (FC Winterthur)
Der FC Winterthur ist sehr schwach in die neue Saison gestartet und auch von den Neuzugängen konnte bislang keiner brillieren. Den besten Eindruck macht noch Leihstürmer Andrin Hunziker, der zuletzt gegen Lugano mit einem Traumtor für Furore sorgte. Der 22-Jährige steht bei zwei Toren aus sieben Super-League-Einsätzen und gegen die Tessiner stand er erstmals in der Startelf. Mit seinen zwei Treffern ist er aktuell der beste Winterthur-Goalgetter in dieser BSL-Saison.
Lilian Njoh (Servette FC)
Bei Servette wird man nicht zufrieden sein mit dem Saisonstart und auch von den Neuzugängen hat sich noch keiner so richtig ins Rampenlicht gespielt. Lilian Njoh macht von den Neuen im Team der Genfer noch den solidsten Eindruck. Der 23-jährige Franzose stand in allen sieben Super-League-Spielen seit seiner Ankunft in der Startelf. Dabei gelangen dem Linksverteidiger immerhin zwei Assists. Er zeigt gute Ansätze und besitzt die Fähigkeiten, eine echte Verstärkung werden zu können.
Gaoussou Diakité (FC Lausanne-Sport)
Lausanne ist in dieser Saison bislang eine grosse Wundertüte. Selbiges gilt auch ein wenig für den von Salzburg ausgeliehenen Gaoussou Diakité. Der 20-Jährige besitzt vielversprechende Anlagen, um eine grosse Karriere machen zu können. So steuerte er in der Super League in fünf Einsätzen schon drei Tore und einen Assist bei. Über alle Pflichtspiele gesehen, steht der Malier sogar bei sieben Toren aus 13 Partien. Diakité leistete sich aber auch schon einen groben Aussetzer, als er sich im Spiel gegen St.Gallen zu einer Tätlichkeit hinreissen liess. Er musste deswegen drei Spielsperren absitzen und hat hoffentlich die richtigen Lehren daraus gezogen.
Jonathan Asp Jensen (Grasshopper Club Zürich)
GC hat den 19-jährigen Dänen vom grossen FC Bayern München ausgeliehen und im Dress der Hoppers zeigt der dribbelstarke und flinke Offensivspieler auf beeindruckende Weise, warum er als grosses Talent gehandelt wird. Jonathan Asp Jensen ist für die gegnerischen Verteidiger nur schwer zu stoppen und er präsentiert sich für sein Alter erstaunlich abgezockt. Sechs Scorerpunkte (vier Tore und zwei Assists) aus sieben Super-League-Spielen sprechen für sich. Bei den Bayern wird man seine tolle Entwicklung mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen.
David von Ballmoos (FC Lugano)
Der sechsfache Meistergoalie des BSC Young Boys hat sich für einen Abgang aus seiner Heimat entschieden, weil der aufstrebende Marvin Keller zur Nummer 1 von YB gemacht wurde. Ein David von Ballmoos auf der Bank wäre definitiv Verschwendung gewesen, beweist er doch bereits in seiner kurzen Zeit bei Lugano, dass er nichts von seiner Klasse eingebüsst hat. Bei den Bianconeri hat der 30-Jährige sofort Stammgoalie Amir Saipi aus dem Tor verdrängt und er dankt das Vertrauen mit überzeugenden Leistungen zurück. Mit ihm im Kasten läuft es bei Lugano plötzlich deutlich besser.
Matteo Di Giusto (FC Luzern)
Der Spielmacher hat beim FC Luzern gleich von Beginn an eingeschlagen, konnte er bereits bei seinem ersten Einsatz für die Zentralschweizer gegen GC je ein Tor und einen Assist beisteuern. Nach acht Spieltagen steht Matteo Di Giusto bei sechs Scorerpunkten (zwei Tore und vier Assists) und Mario Frick hat ihn bislang immer in die Startelf beordert. Auch wenn der 25-Jährige seine persönliche Topform noch nicht erreicht hat, zeigt er bereits in Ansätzen, welch grosses Potenzial in ihm steckt. Luzern dürfte auch in Zukunft noch viel Freude an ihm haben.
Anthony Racioppi (FC Sion)
Der FC Sion verfügt (zusammen mit dem FC Basel) hinter St.Gallen die aktuell zweitbeste Defensive der Liga und diese Tatsache ist eng mit dem Namen des neuen Stammgoalies Anthony Racioppi verknüpft. Der 26-Jährige konnte in acht Spielen bereits dreimal die Null halten und damit mehr als jeder andere Super-League-Torhüter. Mit seinen zum Teil spektakulären Paraden konnte er seiner Mannschaft schon den einen oder anderen Punkt retten. Im Wallis dürften sie sehr zufrieden mit den bisherigen Leistungen ihrer Nummer 1 sein.
Matthias Phaeton (FC Zürich)
Aus dem FCZ wird man in dieser Saison nicht so richtig schlau, ist doch die Inkonstanz die bislang einzige Konstanz der Stadtzürcher. Auch von den Neuen wusste noch keiner von A bis Z zu gefallen. Flügelspieler Matthias Phaeton hat aber schon angedeutet, dass er eine echte Verstärkung sein kann. Der 25-Jährige kommt in zehn Pflichtspielen auf drei Tore und einen Assist und in der Super League stand er bis auf eine Ausnahme immer in der Startelf. Sobald Phaeton seine absolute Topform erreicht, dürfte er eine Schlüsselrolle in der FCZ-Offensive spielen.
Edimilson Fernandes (BSC Young Boys)
Auch beim Meisteranwärter aus Bern läuft noch längst nicht alles wie am Schnürchen. Die jüngste 0:5-Demontage in Lausanne hinterlässt grosse Fragezeichen, sind die Extreme beim Team von Giorgio Contini derzeit einfach zu gross. Edimilson Fernandes wurde geholt, um Stabilität ins Berner Mittelfeld zu bringen. Dies gelingt ihm zwar noch nicht zu 100 Prozent, trotzdem entpuppt er sich als Verstärkung für YB. Seine vier Scorerpunkte (ein Tor und drei Assists) aus sechs BSL-Spielen können sich sehen lassen und auch international glückten ihm bereits zwei Assists. Seine Passqualitäten sind definitiv eine Bereicherung für die Berner, wobei er seine Nerven künftig besser im Griff haben muss. Gegen Basel stand er mit einer Tätlichkeit am Ursprung der YB-Pleite und so etwas darf einem derart erfahrenen Spieler wie ihm definitiv nicht mehr passieren.
Keigo Tsunemoto (FC Basel 1893)
Beim amtierenden Schweizer Meister wird ein Spieler derzeit schmerzlich vermisst. Keigo Tsunemoto muss momentan wegen einer Muskelverletzung pausieren und sein Ausfall ist nicht so einfach zu kompensieren. Schliesslich wusste der Japaner bis zu seiner Blessur auf ganzer Linie zu überzeugen; sowohl national als auch international. Der laufstarke 26-Jährige ist wie ein Duracell-Häschen und rennt seine rechte Seite rauf und runter, ohne jemals müde zu werden. Die Bebbi können es kaum erwarten, Tsunemoto wieder auf dem Platz zu haben.
Carlo Boukhalfa (FC St.Gallen 1879)
Der FCSG hat schon mehrfach sehr gute Erfahrungen mit deutschen Spielern gemacht und auch im Fall von Carlo Boukhalfa scheinen die Espen ein gutes Händchen bewiesen zu haben. Der 26-Jährige kam von St. Pauli in die Ostschweiz und dabei erkämpfte sich der zentrale Mittelfeldmann sofort einen Stammplatz. Boukhalfa stand in allen bisherigen zehn Pflichtspielen in der Startelf und das Vertrauen von Enrico Maaßen hat er mit überzeugenden Leistungen zurückgezahlt. Der Deutsche ist nicht nur Denker und Lenker beim FCSG, ihm glückten auch schon drei Tore.
Michael Heule (FC Thun)
Wer hätte gedacht, dass Aufsteiger Thun die zweite Länderspielpause des Jahres als Leader erleben darf? Die Berner Oberländer sind bislang die grosse Überraschung in dieser Saison und selbiges darf auch von Michael Heule behauptet werden. Der Linksverteidiger ist im Team von Mauro Lustrinelli absolut gesetzt. Der 24-Jährige weiss nicht nur defensiv zu gefallen, sondern er setzt sich dank seiner Lauffreude auch immer wieder offensiv in Szene (zwei Assists). Wenn Heule so weitermacht, dürften schon bald grössere Vereine auf ihn aufmerksam werden.