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Wagner: "Warum kriegen wir nicht den klaren Elfmeter?"

kicker

Mit dem Punkt schien Wagner nicht so wirklich leben zu können. Am Sky-Mikrofon sprach Augsburgs Coach hauptsächlich über die Mängel, die er am Samstagnachmittag wahrgenommen hatte. "Wir haben das Spiel komplett kontrolliert", lautete die recht exklusive Meinung des 37-Jährigen. Keine Frage: das 1:1 im Rhein-Energie-Stadion war ein leistungsgerechtes Unentschieden. Mehr aber auch nicht aus Augsburger Sicht. 44 Prozent Ballbesitz, 42 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 38 Prozent gewonnene Luftzweikämpfe sprechen nicht unbedingt dafür, dass die Fuggerstädter das Spiel "komplett kontrolliert" haben.

Durch den Elfmeter-Treffer von Fabian Rieder ging Augsburg in Front, kassierte allerdings gut 20 Minuten später, in der 76. Minute, den Ausgleich, der zu diesem Zeitpunkt verdient war. "Wir müssen das Spiel zumachen, in der Fußballsprache sagt man das Spiel töten", sagte Wagner. Um das Spiel zuzumachen, benötigt es aber eben auch Chancen und die waren nach der Führung nicht da. Vielleicht meinte Wagner ja auch einfach die Ansätze, über die Augsburg nicht hinauskam. "Das müssen wir uns vorwerfen."

Neben der Kritik am eigenen Schwäche störte Wagner auch die Leistung des Schiedsrichtergespanns um Timo Gerach. "Bei vielen Situationen war heute 50:50 gegen uns." Und noch viel schwerwiegender aus Sicht des ehemaligen Profis: "In der Schlussphase ist das ein klarer Elfmeter, klarer Elfmeter. Kainz geht mit der Hand zum Ball." An dieser Stelle wird es ein wenig undurchsichtig.

Jene Szene, von der Wagner spricht, war in der Live-Situation am TV gar nicht zu sehen, sondern entpuppte sich erst im Nachhinein als Streitpunkt. Ob Kainz aber wirklich mit dem Arm am Ball war, lässt sich nicht vollständig aufklären. "Das haben die Jungs auch gesehen und sich das nochmal angeguckt. Da war dann natürlich auch eine Enttäuschung da. Warum kriegen wir nicht den klaren Elfmeter? Das tut weh."

Wagner lobt die Gruppe

Nur über das Negative wollte Wagner dann aber doch nicht reden: "Aber grundsätzlich sehen sie, dass die Entwicklung und die Richtung gut ist. Die Gruppe ist gerne zusammen, das ist die Basis." Durch den Punkt in Köln hat der FC Augsburg nun sieben Zähler und steht vorerst auf dem 13. Rang. Am Sonntag könnte die TSG Hoffenheim mit einem Punktgewinn auf St. Pauli am FCA vorbeiziehen.