Die offizielle Kommunikation war überraschend eindeutig. Weil er zu spät zum Anschwitzen mit der Mannschaft gekommen sei, fehle Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey im Spieltagskader gegen Heidenheim, teilte der 1. FC Köln vor dem 1:3 gegen den FCH mit. Der junge Engländer verfolgte das letzte Heimspiel der Saison in Zivil - und zwar auf Betreiben von Cheftrainer René Wagner.
"Wir haben die Woche über Haltung gesprochen und wie wir miteinander umgehen wollen", führte der 37-Jährige nach der Partie aus. Wagner deutlich: "Wenn am Ende ein Spieler zu spät kommt, ist das auch ein Zeichen an die Mannschaft, dass wir genau in den Momenten konsequent sein müssen."
Einsatz in München wahrscheinlich
Statt Simpson-Pusey verteidigte so Joel Schmied neben Cenk Özkacar in der Abwehrmitte. Und musste zusehen, wie dem Aufsteiger vor 50.000 Fans eine versöhnliche Verabschiedung aus der Saison misslang.
Wagner allerdings gab sich nicht nachtragend. "Er hat einen Fehler begangen, den er hoffentlich in Zukunft nicht mehr begeht", mahnte der Coach und machte deutlich, dass er alles andere als nachtragend ist.
Jedenfalls, wenn der Lerneffekt bei Simpson-Pusey einsetzt: "Er ist auch einsichtig, wir hatten dazu ein gutes Gespräch." Womit einem Einsatz im letzten Saisonspiel beim FC Bayern nichts entgegenstehen dürfte.