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Warum wir Klopp ausgezeichnet haben - trotz der Debatte

kicker

Natürlich waren die aktuellen Kontroversen im Kontext der Verleihung des Walther-Bensemann-Preises weithin absehbar. Für Preisträger Jürgen Klopp ebenso wie für die Jury, die ihre renommierte Auszeichnung in diesem Jahr zum 20. Mal vergibt. Das Jubiläum wird in einem gewissen Spektrum der fußballinteressierten Öffentlichkeit nun also begleitet von lauten Zweifeln daran, dass Klopp die Ehre wirklich gebührt.

Dabei bestreitet keiner der Kritiker, dass Klopps Lebensleistung im Zeichen der kulturellen Kraft des Fußballs ihn geradezu als Bensemann-Preisträger prädestiniert. 2024 erhielt er aus gleichem Grund das Bundesverdienstkreuz. Stein des Anstoßes ist allein Klopps Wechsel als Head of Global Soccer ins Fußballnetzwerk von Red Bull.

Im Gegensatz zu anderen gelangt die Bensemann-Jury nicht zu der Einschätzung, Klopp habe damit seine ureigenen Wertvorstellungen verraten. Allenfalls entspricht er nicht mehr dem, was andere auf ihn projizierten, um ihr persönliches Weltbild zu untermauern. Dass Klopp sich im neuen Job gerade als Kulturschaffender überaus treu bleibt, wird im großen Interview deutlich. Übrigens: Der Mut, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, gehört für die Bensemann-Jury seit 2006 zu den fixen Auswahlkriterien.