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Weimann: "Jetzt geht's voll zur Sache, das taugt mir"

kicker

Beim 3:0-Auswärtssieg bei Sheffield Wednesday absolvierte Andi Weimann sein 500. Ligaspiel auf der Insel. In der Championship liegt er mit 388 Einsätzen in der Rangliste aller Aktiven auf Platz 5. Genug hat der 34-Jährige aber noch lange nicht, wie im Gespräch mit dem kicker schnell klar wird.

Einsätze kann Weimann in den nächsten Wochen jedenfalls mehrere sammeln. Am Boxing Day geht es zu Birmingham City, am 29. Dezember zu Leicester City. Im Jänner stehen für Derby County gleich sieben Pflichtspiele an. "Jetzt geht's voll zur Sache, das taugt mir. Vom 22. Dezember bis 5. Jänner habe ich nur am 25. Dezember frei, um Weihnachten zu feiern", sagt der dreifache Familienvater.

Derby liegt in der Tabelle auf Platz 12. "Aber uns fehlen nur vier Punkte auf die Play-offs", hält Weimann fest. Mit den Rams erreichte er jene schon zwei Mal, mit West Brom ein Mal. Der Aufstieg in die Premier League gelang nicht. "Vielleicht klappt das ja noch. Das wäre ein Traum. Schau mer mal", so Weimann. Mit Aston Villa kickte er ja schon von 2010 bis 2015 in der besten Liga der Welt.

Freitag steht das Duell mit Birmingham City samt Kapitän und Abwehrchef Christoph Klarer an. "Er macht jedes Spiel. Die Fans lieben ihn", weiß Weimann, "aber auswärts sind wir sehr stark, das Umschaltspiel und die Konter liegen uns." In der Fremde haben die Rams mit 1,7 Punkten pro Spiel den zweitbesten Schnitthinter Tabellenführer Coventry City.

Mit Lewis Travis und dem ehemaligen Sturm-Kicker Max Johnston kommen zwei Spieler von Verletzungen zurück, die Derby County weiterhelfen können. "Mit Lewis habe ich schon in Blackburn gespielt, wenn er voll fit ist, ist er unser Kapitän. Max hat etwas gebraucht, um sich in der Championship zurecht zu finden, macht seine Aufgaben aber gut", attestiert Weimann.

Messi in Dallas, das wäre was

Beim Nationalteam war Weimann zuletzt nur "auf Abruf". Bei der EURO konnte er auf den Zug noch aufspringen und durfte beim 3:2-Sieg gegen die Niederlande kurz ran. "Das war der schönste Tag meiner Karriere. Meine gesamte Familie war da. Das werde ich nie vergessen", kommt er gleich ins Schwärmen.

Deswegen will er die nächsten Wochen auch nützen, um sich wieder in die Auslage zu spielen: "Tore würden natürlich am meisten helfen. Zuletzt bin ich oft als Joker bei einem Vorsprung reingekommen, da hieß es verteidigen."

„Im Cowboys-Stadion will ich unbedingt dabei sein. Wenn es sich als Spieler nicht ausgeht, dann zumindest als Riesen-Fan.“ (Österreich gegen Argentinien mag Weimann nicht versäumen)

Für den Football-Fan und bekennenden Anhänger der Dallas Cowboys wäre ein WM-Einsatz gegen Argentinien das Höchste der Gefühle. "Im Cowboys-Stadion will ich unbedingt dabei sein. Wenn es sich als Spieler nicht ausgeht, dann zumindest als Riesen-Fan." Lionel Messi ist auch für ihn "einer der besten Spieler der Welt" und der Aufstieg aus der Gruppe "sollte durchaus möglich sein".

Dass er seine Profi-Karriere gar in Österreich beenden könnte, mag Weimann nicht ausschließen: "Sag niemals nie. Es müsste schon eine sehr reizvolle Aufgabe sein." Die Championship mit den vielen Spielen (46 in der regulären Saison) ist schon genau seins: "Hier kann wirklich jeder jeden schlagen und aktuell hast du hier fast nur Riesenklubs als Gegner, die alle schon mal in der Premier League waren."

Weimanns einzige Gegenfrage (als er gerade von einem Training nach Birmingham heimfuhr) war jedenfalls die nach der Anzahl der Spiele vom aktuellen Championship-Leader Tom Ince - 436! "Das ist schon eine Nummer", so Weimann. Seinen 500er hatte ihm ein Ex-Kollege vor dem Anpfiff in Sheffield gesteckt: "Das hat mich sehr motiviert."