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Wichtiger als sein "Titel": Merino überrascht nicht mehr

kicker

Kai Havertz, Gabriel Jesus, Gabriel Martinelli, Noni Madueke und seit dem vergangenen Samstag auch Viktor Gyökeres - Arsenals Sturm ist personell trotz der Erhöhung der Kadertiefe im Sommer aktuell mächtig ausgedünnt. Doch ein Problem stellt das nicht dar. Denn Mikel Arteta hat schließlich einen Spieler in der Hinterhand, der nach seinen Leistungen zu urteilen mehr als nur eine viel bezeichnete "Notlösung" für das Angriffszentrum ist: Mikel Merino. "Mikel hat in seiner Karriere noch nie auf dieser Position gespielt, aber wir hatten gute Erfahrungen in der letzten Saison", sagte Arteta.

Einen weiteren Beleg für diese These lieferte der 29-Jährige am Dienstagabend eindrucksvoll. In Prag sorgte er nach Bukayo Sakas Elfmetertor per Doppelpack für den 3:0-Endstand. Erst traf er per Volleyabnahme, dann nutzte er den Fehler von Torwart Jakub Markovic mit einem Kopfball. "Ich versuche einfach, mich in die Rolle der Nummer neun hineinzuversetzen, auch wenn ich kein klassischer Neuner bin und nicht als Neuner geboren wurde", erklärte Merino.

„Ich war immer der Meinung, dass er ein sehr gutes Timing hat.“ (Mikel Arteta)

Erstmals hatte er sich im vergangenen Februar in diese ungewohnte Rolle hineinversetzen müssen. Damals brachte ihn Arteta nach den Verletzungen von Havertz sowie Gabriel Jesus in Leicester rund 20 Minuten vor dem Ende als Joker im Sturmzentrum und bewies damit ein goldenes Händchen. Merino entschied die Partie mit einem Doppelpack praktisch im Alleingang. Darüber hinaus schoss er auch noch wichtige Tore in den Stadtduellen mit Chelsea und Fulham sowie in der Königsklassen-Begegnung mit Real.

Überraschend kommt die Entwicklung für Arteta jedoch nicht. "Ich war immer der Meinung, dass er ein sehr gutes Timing und die Fähigkeit hat, im Strafraum abzuschließen, insbesondere mit einer Berührung", so der Baske.

Ein guter Touch Merinos, der in einem Tor mündet, würde Arsenal aktuell auch normalerweise für drei Zähler reichen. Denn die Gunners lassen in der Defensive nur sehr wenig zu. Erstmals seit 1903 kassierten sie in acht Spielen in Serie kein Gegentor - zuletzt musste Schlussmann Raya vor 776 Minuten in Newcastle hinter sich greifen.

"Das ist schon lange her, was zeigt, wie schwierig es ist, so etwas zu erreichen. Das Schönste daran ist wahrscheinlich nicht der Rekord, sondern die Einstellung der Spieler. Sie sprechen darüber, wie wir uns noch verbessern können", erläuterte der Arsenal-Trainer.

Dies lässt nichts Gutes für die kommenden Gegner vermuten, zu denen Ende November auch die Bayern zählen.