Hinter dem Chemnitzer FC liegen schwierige Wochen. Vor allem, da der Spielplan den Himmelblauen im Laufe des Septembers unmittelbar hintereinander Duelle mit den Aufstiegsanwärtern Hallescher FC (3:0), Rot-Weiß Erfurt (2:2) und Carl Zeiss Jena (0:2) beschert hatte, ehe der Oktober mit einer Heimpartie gegen den abstiegsgefährdeten FC Eilenburg (2:2) begann. Jene Partie gegen Eilenburg sowie die vorangegangene in Jena beendete Chemnitz mit einem Mann weniger.
Tom Baumgart und Dejan Bozic müssen nach ihren Roten Karten vorerst zusehen. Baumgart wurde nach seiner Grätsche im Ernst-Abbe-Sportfeld, die laut Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) "allein gegen den Gegenspieler gerichtet war", für drei Liga-Spiele gesperrt. Gegen Eilenburg brummte der 27-jährige Mittelfeldakteur bereits das erste Drittel seiner Sperre ab. Bozic durfte spielen, erzielte das zwischenzeitliche 1:1, trat in der 63. Minute aber rotwürdig nach. Da laut Verband "die Intensität des Tritts nur als geringfügig einzustufen ist", muss der 32-Jährige nur zwei Punktspiele zusehen. Für Tätlichkeiten sieht das Regelwerk auch härtere Strafen vor.
Chemnitz verzichtete jeweils auf einen Einspruch, die Sperren sind damit rechtskräftig. Gegen Hertha BSC II und Hertha Zehlendorf muss der CFC nun den Ausfall des wichtigen Duos kompensieren. Sportdirektor Chris Löwe erklärt: "Mit 'Baumi' fehlt uns in den Regionalliga-Spielen bis Ende Oktober ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, den man nur schwer ersetzen kann." Zum zeitweiligen Zwangs-Verzicht auf den vereinsintern besten Torschützen unterstreicht Löwe: "Dejan hat in dieser Saison bereits gezeigt, welche sportliche Bedeutung er für unsere Mannschaft hat. Sein Ausfall wiegt schwer."
Doch der Chemnitzer Sportdirektor ist froh, dass Baumgart und Bozic zumindest am Samstag im Sachsenpokal beim Siebtligisten VfB Annaberg 09 auflaufen dürfen und gibt sich auch in Bezug auf die anschließenden Ligaspiele kämpferisch: "Trotz aller Widerstände werden wir auch in der Liga die nächsten Aufgaben so annehmen und als Mannschaft den Ausfall bestmöglich gemeinsam auffangen." Laut Löwe soll "die gesamte Gruppe Motivation aus der Situation ziehen".