Fußballerisch könnte es besser nicht laufen, der FC Bayern startete mit zehn Siegen aus zehn Pflichtspielen (nahezu) perfekt in die Saison. Die Art und Weise begeistert, das Auftreten entspricht wieder den Vorstellungen beim Deutschen Meister, Trainer Vincent Kompany hat die Mannschaft im Griff, der Kader passt und funktioniert. Und das Oktoberfest war ein schönes Beisammensein. Alles in bester Ordnung bei den Münchnern.
Und doch gibt es neben dem Platz ein paar Kleinigkeiten zu regeln. Michael Diederich ist seit einer Woche nicht mehr im Amt, das Finanzressort übernimmt fortan CEO Jan-Christian Dreesen, der schon von 2013 bis 2023 als Finanzvorstand fungierte, ehe er nach der Trennung von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic den Vorstandsvorsitz übernahm.
Am 1. Januar wird dann Rouven Kasper vom VfB Stuttgart den Vorstand der FC Bayern München AG wieder auf drei Personen erweitern, die Bereiche Marketing und Vertrieb abdecken. Und womöglich, wie 2023 auch Diederich, direkt zum stellvertretenden CEO ernannt werden. Oder steht Sportvorstand Max Eberl vor einer Beförderung? Eine dritte Option wäre: Alles bleibt, wie es ist - ohne einen Stellvertreter.
Aufsichtsratschef Hainer ist für das Organigramm zuständig
Präsident Herbert Hainer ist als Chef des Aufsichtsrats für die Anpassung des Organigramms zuständig. Er gilt als Unterstützer Eberls, hatte sich 2024 für die Verpflichtung stark gemacht und soll auch jetzt mit der Arbeit des Münchner Sportbosses, explizit dem abgelaufenen Transferfenster, sehr zufrieden sein.
Eberl ist seit anderthalb Jahren im Verein, Kasper war von 2016 bis 2021 bereits beim FC Bayern, leitete das Büro in Shanghai, er kennt den Klub ebenfalls. Präsident Hainer, der bis zu seiner Wiederwahl bei der Jahreshauptversammlung am 2. November um höchste Ruhe im Verein bemüht ist, wird dem Kontrollgremium seinen Vorschlag für den Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Dreesen unterbreiten.