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Wück will Freigang "wieder in die Spur kriegen"

kicker

Nach der Europameisterschaft in der Schweiz im Juli hat Christian Wück "einige Zeit gebraucht, um wieder herunterzukommen" und zu reflektieren "Was war gut und was nicht. Die EM war ein ereignisreiches Erlebnis und hat viele Aufschlüsse gebracht über unsere Mentalität und das Spiel mit Ball".

Und diese Aufschlüsse sind entscheidend in die Nominierungen für die ersten beiden Spiele nach der EM, den Nations-League-Semifinals gegen Frankreich am 24. und 28. Oktober, eingeflossen. Für eine EM-Teilnehmerin hat es diesmal nicht gereicht: Linda Dallmann wurde nur auf Abruf nominiert. Die Mittelfeldspielerin von Bayern München war in der Schweiz zunächst auf der Zehnerposition gesetzt, konnte aber nicht überzeugen.

Freigang nominiert

Dallmanns direkte Konkurrentin, die Frankfurterin Laura Freigang, konnte sich bei der EM ebenso wenig empfehlen, wurde von Wück aber trotzdem für die Frankreich-Partien nominiert. Der Bundestrainer begründet das so: "Wir hoffen, dass wir Laura wieder in die Spur kriegen, wollen Mittel und Wege finden, um ihr zu helfen. So eine Schwächephase nach einem Turnier haben einige Spielerinnen. Es kann ein guter Lehrgang von ihr werden. Sie hat definitiv Potenzial." Dallmann indes ist vorerst kein Thema mehr.

Wück über eine Systemumstellung

Ohnehin will der Bundestrainer "die Zehnerposition überdenken. Wir haben festgestellt, dass wir bei der EM nicht die Räume gefunden haben, die für die Zehnerposition wichtig gewesen wären". Die aktuellen Gedankengänge des 52-Jährigen beinhalten deshalb auch eine Systemumstellung: Das 4-2-3-1 könnte von einem 4-3-3 abgelöst werden. "Wir denken über eine Systemumstellung bis zu einer anderen Definition der Zehnerposition nach", erzählt Wück. "Es war klar, dass wir uns zwischen Linda und Laura entscheiden wollen. Wir gucken, wie es in den beiden Spielen gegen Frankreich funktionieren wird."

Umstellen muss Wück auch auf der Torhüterposition. Stammkeeperin Ann-Katrin Berger hat wegen einer noch nicht exakt diagnostizierten Knieverletzung abgesagt. Die Wolfsburgerin Stina Johannes und die Münchnerin Ena Mahmutovic werden um die Position im deutschen Tor kämpfen. "Es wird ein offenes Rennen auf Augenhöhe", prognostiziert Wück. "Ich kann noch nicht sagen, wer spielen wird." Entscheidend dafür werden auch die Trainingsleistungen sein. Mit der Hoffenheimerin Laura Dick steht auch eine dritte Torhüterin im DFB-Kader. Die 22-jährige Debütantin ist jedoch noch keine ernsthafte Alternative.

Gwinn und Oberdorf zurück

Zurückgekehrt in den DFB-Kader ist nach ihrer bei der EM erlittenen Knieverletzung Kapitänin und Rechtsverteidigerin Giulia Gwinn. Auch Lena Oberdorf gehört nach rund 15 Monaten Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses wieder zum Aufgebot. Die Mittelfeldspielerin des FC Bayern musste am vergangenen Samstag im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg aber wegen einer Infektion passen. Wück: "Ich hoffe, dass sie wieder fit wird. Wir wollen ihr die Chance für einen Neuanfang geben."