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YB-Youngster Mambwa gilt als Musterprofi und will sich keinesfalls auf den Lorbeeren ausruhen

kicker

Seine Fussballkarriere begann Olivier Mambwa beim SC Bümpliz 78 und dem FC Köniz, bevor er vor zwei Jahren zu den Young Boys wechselte. Dort konnte er schnell überzeugen. Am fünften Spieltag der Saison schrieb er als jüngster Spieler seit der Super-League-Reform 2003 Geschichte und stand gleich in der Startelf des BSC Young Boys. In der Partie gegen den FC Lugano bereitete der junge Linksverteidiger in der 48. Minute das zwischenzeitliche 2:1 durch Christian Fassnacht vor. Trotz seines Alters zeigte sich Mambwa selbstbewusst, forderte den Ball aktiv und liess sich von der erfahrenen Gegnerschaft nicht einschüchtern.

Nach einer bejubelten Leistung wurde Mambwa in der 61. Minute unter dem Applaus der Zuschauer im Wankdorf-Stadion ausgewechselt. Der 3:1-Sieg über Lugano brachte ihm nicht nur die Anerkennung seiner Mitspieler ein, sondern auch die Wahl zum Spieler des Spiels. "Wahnsinn", resümierte Christian Fassnacht, der von Mambwas Vorlage profitierte. Der damalige Trainer Giorgio Contini zeigte sich von Mambwas Fähigkeiten beeindruckt und lobte dessen Professionalität: "Er hört zu und versucht umzusetzen, was wir ihm sagen. Als ich ihn im Büro über sein Startelfdebüt informierte, wusste er bereits, wer sein Gegenspieler ist und kannte dessen Qualitäten und Schwächen."

Trotz des schnellen Aufstiegs mahnte Contini zur Bodenständigkeit: "Das ist erst der erste Schritt. Jetzt gilt es, die Füsse am Boden zu behalten und demütig zu bleiben", wie er bei Transfermarkt zitiert wird. Mambwa scheint diese Worte zu beherzigen. Nach seinem Debüt sagte er: "Das erste Spiel war gut, es gibt aber noch viel Luft nach oben. Nun heisst es: Füsse auf dem Boden behalten und weiterarbeiten." Auch die Plattform Transfermarkt hebt Mambwas beeindruckende Entwicklung hervor, die ihn zu einem der vielversprechendsten Talente der Schweiz macht.

Wichtiger Teil der erfolgreichen Schweizer U-17-Nationalmannschaft

Im November bot sich Mambwa eine weitere grosse Bühne: Er nahm an der U-17-Weltmeisterschaft in Katar teil, wo er keine einzige Spielminute verpasste. Das Schweizer Team verstand es, mit starken Leistungen zu überzeugen, bevor es im Viertelfinale von Portugal gestoppt wurde. Kurz vor der WM verlängerten die BSC Young Boys Mambwas Vertrag bis 2028, um sich die Dienste ihres Juwels langfristig zu sichern.

Im Gespräch mit Transfermarkt zieht Mambwa ein positives Fazit seiner bisherigen Karriere, wobei die U-17-WM definitiv ein Highlight gewesen ist: "Es war eine sehr wertvolle Erfahrung, die jeden Spieler weitergebracht hat. Wir hatten einen tollen Teamgeist und haben sowohl als Mannschaft als auch individuell sehr gute Leistungen gezeigt. Leider haben wir im Viertelfinale gegen Portugal die grosse Überraschung verpasst. Aber in diesem Spiel hat man schon gesehen, weshalb die Portugiesen später die WM gewonnen haben. Es war spannend, sich mit den Besten meines Jahrgangs zu messen. Ich finde, wir Schweizer müssen uns nicht verstecken."

Mambwa gilt als dynamischer und technisch starker Linksverteidiger. Seine Inspiration zieht Mambwa unter anderem aus den Leistungen des ehemaligen brasilianischen Nationalspielers Marcelo, den er für dessen Technik und Mentalität bewundert. Auch Paul Pogba habe ihn in seiner Jugend stark beeindruckt.

"Die Erwartungen an ihn sind gross"

Maximilian Meyer, ein Schweiz-Experte von Transfermarkt, schätzt die Fähigkeiten des jungen Talents: "Mambwa ist für einen Aussenverteidiger recht gross, was ihn aber flexibel macht, etwa mit Blick auf eine Dreierkette. Er ist schnell, technisch versiert und liefert exzellente Flanken. Die Erwartungen an ihn sind entsprechend gross, aber bislang konnte er mit dem Druck gut umgehen."

Trotz des rasanten Aufstiegs bleibt Mambwa bescheiden und fokussiert: "Ich will bei YB richtig Fuss fassen und zeigen, was ich kann. Es gilt, Einsatzminuten zu sammeln und Fortschritte zu erzielen. Ich will mich auf keinen Fall auf den Lorbeeren ausruhen. Harte Arbeit zahlt sich aus," erklärt er. Seine Einstellung und sein Talent lassen auf eine vielversprechende Zukunft hoffen.