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"Zu wenig Kapital geschlagen": Koschinat erklärt das Essener Pokal-Aus

kicker

Nach drei Titelgewinnen in Folge ist die Erfolgsserie von Rot-Weiss Essen im Niederrheinpokal gerissen. Der Drittligist unterlag in der 2. Runde überraschend mit 2:3 dem Regionalligisten und Lokalrivalen Rot-Weiß Oberhausen.

Seit dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 2022 traf Essen in jeder Saison im Verbandspokal auf den ehemaligen Ligarivalen aus Oberhausen - 2023, 2024 und im März 2025 jeweils mit dem besseren Ende für RWE (2:0, 3:0, 2:1). Diesmal jedoch drehte RWO den Spieß um und sorgte für das frühzeitige Aus des Favoriten.

Die frühe Führung reichte nicht aus

Obwohl RWE durch Arslan bereits in der 5. Minute in Führung ging und in der Anfangsphase klar tonangebend war, konnte die Mannschaft aus ihrer Überlegenheit kein weiteres Kapital schlagen. Statt die frühe Dominanz auszubauen, gab Essen das Spiel zunehmend aus der Hand. Nach dem 1:3 bäumte sich RWE zwar nochmals auf, doch auch der späte Anschlusstreffer durch Brumme in der 85. Minute reichte nicht mehr, um die Partie in die Verlängerung zu retten. Auch Essen-Trainer Uwe Koschinat räumte ein: "Der Sieg war verdient."

Der Cheftrainer des Drittligisten zeigte sich nach dem Pokal-Aus selbstkritisch: "Aus unserer anfänglichen Überlegenheit haben wir zu wenig Kapital geschlagen." Auch die drei Gegentore seien "total selbstverschuldet" gewesen. Doch nicht nur im Pokal wackelt die Defensive von RWE, denn allein in den ersten zehn Ligaspielen kassierte sie 19 Gegentreffer.

RWE muss gegen Viktoria punkten

Entsprechend wütend und empört reagierten die Fans auf das frühzeitige Aus ihres Vereins. Nach der Partie wurde die Mannschaft zur Rede gestellt. Koschinat kann den Frust der Anhänger verstehen: "Wir versuchen, gute fußballerische Momente auf den Platz zu bekommen. Doch ehrlicherweise kriegen wir sie noch nicht in der Dominanz umgesetzt. Und dann werden Menschen wütend, weil sie sich in der Art des Spiels in einem Derby eben nicht wiederfinden."

Um die aufgebrachten Anhänger zu besänftigen und Ruhe an der Hafenstraße einkehren zu lassen, braucht RWE dringend einen Sieg im nächsten Pflichtspiel. Die Chance dazu bietet sich bereits am Samstag, dem 18. Oktober, im Heimspiel gegen Viktoria Köln. Ein Erfolg wäre nicht nur wichtig für die Stimmung im Umfeld, sondern auch mit Blick auf den DFB-Pokal in der kommenden Saison. Dafür muss Essen am Saisonende mindestens den vierten Tabellenplatz erreichen. Aktuell ist der Traditionsverein Tabellensiebter und liegt einen Zähler hinter den fünftplatzierten Kölnern.