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Zuspruch für kämpferischen Stamm - doch die Statistik spricht gegen Dynamo

kicker

Ein eigentlich erfolgreiches Jahr für Dynamo Dresden endet im Trübsal. Im Sommer hatten die Sachsen noch nach drei quälenden Jahren in der 3. Liga den ersehnten Zweitligaaufstieg gefeiert, nach dem letzten Spiel des Jahres gehen die Köpfe nun nach unten. Mit 1:2 verlor die SGD in Kiel und überwintert mit nur 13 Punkten als Tabellenletzter, mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Dabei waren die Dresdner an der Ostsee sogar in Führung gegangen.

Als "nicht richtig schlecht, aber auch nicht richtig gut" bezeichnete Christoph Daferner das Spiel am Sky-Mikrofon. Sein Team sei nach dem Standardtor von Vincent Vermeij richtig gut im Spiel gewesen, pflichtete Trainer Thomas Stamm bei. "Aber was mich am meisten ärgert: Wir bringen den Gegner selber ins Spiel." Luca Herrmann hatte sich im Mittelfeld den Ball zu leicht von Steven Skrzybski klauen lassen, der Phil Harres das 1:1 auflegte. Es war der Wendepunkt im Kellerduell, das Kiel danach auf seine Seite zog.

"Solche einfachen Gegentore müssen wir schleunigst abschalten", moserte Stamm. Und Stefan Kutschke fügte hinzu: "Es ist einfach so, dass wir als Mannschaft nicht gut genug verteidigen. Wir schießen mehr Tore als Tabellenführer Schalke (24 zu 21, Anm. d. Red.), aber wir kriegen die Gegentore zu einfach."

Team bekennt sich zu Trainer Stamm

Die Lage ist bedrohlich in Dresden, zumindest mit Blick auf die Statistik. Nur einmal in den letzten sechs Jahren gelang es einer Mannschaft, die zum Ende der Hinrunde 13 Zähler auf dem Konto hatte, den Abstieg noch abzuwenden: In der vergangenen Saison rettete sich Braunschweig über den Umweg Relegation.

Dass das auch bei der SGD klappt, ist alles andere als gewiss. "Alle müssen sich Gedanken machen", forderte Daferner, "es sind mehrere Dinge, an denen wir hart arbeiten müssen, um in der Rückrunde ein anderes Gesicht zu zeigen." Sturmpartner Kutschke schöpft aber Mut: "Der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei. Wir haben in vielen Spielen gezeigt, dass wir mithalten können." Doch der 37-Jährige fordert auch: "Jeder muss hart mit sich ins Gericht gehen."

„Es ist zu eng, um nicht von unserer Qualität überzeugt zu sein.“ (Thomas Stamm)

Eine Stellschraube, an der die Spieler auf keinen Fall drehen wollen, ist die am Trainerstuhl. "Hundertprozentig" wolle er mit Stamm weitermachen, betonte Daferner, "wir Spieler sind in der Pflicht, alles andere spielt keine Rolle." Auch Kutschke stellte sich demonstrativ hinter den Schweizer.

Zwei Kellerduelle zum Rückrundenstart

Stamm selbst hofft, bei Dresden weitermachen zu dürfen. Er sei überzeugt, dass man den gemeinsamen Weg über die nächsten Monate erfolgreich fortsetzen könne. "Unsere Punkteausbeute ist nicht gut. Aber wir hatten kein Spiel, wo du untergehst. Es ist zu eng, um nicht von unserer Qualität überzeugt zu sein." Transfers in der Winterpause sollen ihr Übriges dazu tun, Stamm deutete an, vielleicht schon "in den nächsten Tagen" etwas verkünden zu können.

Und der Coach blickte optimistisch voraus: "Wir haben Fürth und Magdeburg in den ersten Spielen nach der Winterpause. Wenn du die gewinnst, dann bist du sehr schnell wieder dran." Er werde schon die ein oder andere Sache finden, um seinen Spielern aufzuzeigen, "dass es mit einer guten Rückrunde absolut möglich ist, da wieder ranzukommen", so Stamm weiter.

Der Glaube an die Mannschaft ist da, das betonten Daferner und Kutschke unisono. Auch wenn man die Weihnachtspause nicht wirklich genießen könne, sei es wichtig, abzuschalten und Energie zu tanken, so Daferner. Damit in Erfüllung geht, was Kutschke dem Team attestiert: "Die Jungs geben alles dafür, dass Dynamo in der Liga bleibt."