Das Heimspiel des FC Carl Zeiss Jena gegen den Hamburger SV wird ein sogenanntes Highlightspiel. Dies teilte der DFB am Samstagabend mit. Um so viele Menschen wie möglich für den Frauenfußball in Jena zu begeistern und ins Stadion zu bringen, werden sämtliche Tickets für die Partie des 20. Spieltags am 15. März (14 Uhr) nur zwei Euro kosten - statt normalerweise zwölf Euro.
Mit diesem "bewusst niedrigschwelligen Angebot", wie es der DFB deklariert, will der Verband gemeinsam mit dem Klub ein neues Niveau an Aufmerksamkeit in der Thüringer Stadt schaffen. In der laufenden Saison kamen 5855 Zuschauer in die ad hoc Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld. Allerdings nicht im Schnitt, sondern über die sechs bisherigen Heimspiele zusammengerechnet.
Mit durchschnittlich 976 Zuschauern ziert der FCC das Ende der Zuschauertabelle. 15.500 Zuschauer fasst die Arena, wodurch die gähnende Leere bei Fernsehübertragungen regelmäßig ins Auge sticht. Gegen den HSV soll das anders sein.
Bekommt Jena überhaupt die Chance auf weitere Highlights?
Für Jena ist es das erste Highlightspiel der Frauenfußball-Geschichte. Bislang hatte der DFB diese Partien zumeist an Klubs mit einer Männer-Bundesliga-Mannschaft vergeben, zuletzt etwa Mitte Oktober an den VfL Wolfsburg (in der Volkswagen-Arena gegen den FC Bayern) und den SV Werder Bremen (im Weserstadion gegen den Hamburger SV). Auch in München, Frankfurt und Köln stiegen schon Highlights.
Die Gefahr, dass die erste Begegnung dieses Formats für einige Zeit die letzte in Jena sein wird, besteht angesichts der Tabellensituation durchaus. Mit 6 Punkten aus 14 Spielen hält der FCC die Rote Laterne, nur einen Punkt hinter ebenjenem HSV.
Immerhin: Die Temperaturen dürften im März voraussichtlich höher als derzeit liegen, sodass keine Absage wie für das Heimspiel gegen Wolfsburg an diesem Wochenende sowie im Dezember 2024 und Februar 2025, als ebenfalls Spiele abgesagt wurden, drohen dürfte.